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Sarah Kuttner - Die Show View next topic
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Forum: Serien, Shows & Sender · Replies: 74
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Maxine
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PostPosted: 04.01.2005 17:57 Reply with quoteBack to top

Am 19. Januar geht e weiter mit Sarah Kuttner - Die Show und dann immer Mi + Do um 21.15Uhr!! Und die Wiederholungen dann am Do + Fr jeweils 15Uhr! Am Mittwoch wir Adam Green sowohl auf der Bühne als auch im Talk mit Sarah sein!! biggrin

Quote:
Sarah Kuttner mit eigener Kolumne in der Süddeutschen Zeitung

DORTMUND,14.12.2004,(100) Bei Viva steht noch nicht fest, wie es mit ihr und ihrer Show weitergeht, Sarah Kuttner selbst baut sich mit einer Kolumne bei www.jetzt.de - der Jugendseite der Süddeutschen Zeitung - ein weiteres zumindest kleines Standbein abseits der Moderationstätigkeit auf.

Jeden Montag kommentiert die Berlinerin Kuttner in der dann erscheinenden Ausgabe von jetzt.de in der SZ aktuelle Ereigniss auf ihre persönliche Art und Weise und geht dabei auch auf Fragen und Themenvorschläge vom Publikum ein, das per E-Mail seine Vorschläge an die Redaktion und an Sarah Kuttner schicken kann.

In der aktuellen Ausgabe vom gestrigen Montag kommentiert Kuttner beispielsweise Angela Merkel und die CDU und den Folterskandal der Bundeswehr auf zum Teil bissig-ironische Weise. Aber auch Themen jenseits der Tagespolitik wurden bei Kuttner in der aktuellen Kolumne angesprochen. So verlässt sie auch mal den Pfad der Ironie und gibt persönliche CD-Kaufempfehlungen, fasst aktuelle Kinofilme (in diesem Falle Ocean`s Twelve) kurz und knackig zusammen und schreibt über die noch nicht erschienene CD ihres Lieblingssongwriters Adam Green.

Die Druckausgabe der Kuttner-Kolumne erscheint montags in der SZ, online können die Kommentare Kuttners unter www.jetzt.de angeschaut werden. (pop100.com)

Quote:
DIE SARAH-KUTTNER-KOLUMNE

Auf der Abschussrampe für gute Vorsätze
Sarah Kuttner blickt voraus: auf Silvester und ein spannendes neues Jahr


Alle reden gerade über Sarah Kuttner. Wir reden mit ihr. Für jetzt.de kommentiert die Viva-Moderatorin an dieser Stelle aktuelle Ereignisse. Wenn du auch etwas von Sarah wissen möchtest, schicke deine Frage per Mail an sarah@jetzt.de.
Silvester schon geplant?
Wird wohl in Köln stattfinden. Ich glaube, dort huldigt man dem ulkigen Brauch, verkleidet und mit riesigen Pappwagen durch die Stadt zu fahren und den Leuten Bonbons an die Rübe zu werfen. Oder war das Erntedank? Ich verkleide mich jedenfalls als das Jahr 2005.

Gute Vorsätze für 2005 oder alles wie bisher?
Grundsätzlich verfolge ich den Plan, 2005 möglichst 2006esk anzugehen. Davon abgesehen halte ich den schwer zu gestaltensten Tag des Jahres aber für äußerst ungeeignet, um ihn als Abschussrampe für gute Vorsätze zu nutzen. Lieber kurzfristig denken und einigermaßen würdevoll durch den Abend kommen.

Dein Lieblingsminister in Berlin.
Ganz klar: Struck. Mir gefällt dieses unglaublich Stumpfe. Scharping hatte das ja auch schon. Aber bei Struck kommt noch diese Keinen-Bock-auf-Mucken-Attitüde dazu. In Zeiten, wo sich selbst Politiker für Stand-up-Comedians halten, finde ich so etwas sehr angenehm. Ich glaube, Verteidigungsminister werden in aufwändigen Seminaren im Hunsrück gezielt abgestumpft, das ist ’ne ganz professionelle Angelegenheit.

Die Vierschanzenstournee beginnt. Was muss man übers Skispringen wissen?
Dass man hier nach Sexyness vergeblich Ausschau hält. Da können unsere tapferen Skispringer sich noch so steil und windschnittig in den Himmel erigieren – das lüsterne Auge wird hier nicht zum freudigen Tränen gebracht. Nein, Skispringen löst bei mir einen sofortigen Umschaltimpuls aus. Es deprimiert mich noch mehr als medizinische Fachformate, die über Hirnoperationen berichten oder die Vorstellung, mit Struck und Scharping Silvester zu feiern. Ich gucke lieber Springreiten oder sonst was Versautes.

Im Kino geht es um Zombies („Shaun of the Dead“) und Marionetten („Team America“). Hingehen? Daheim bleiben?
„Shaun Of The Dead“ soll ja gut sein. Aber Zombies hatte ich letztes Jahr schon genug im Kino (siehe alles mit Tom Hanks). Und im realen Leben laufen die ja auch reichlich rum (siehe Teile des SPD-Kabinetts). Der Jahreswechsel eignet sich darüber hinaus auch ohnehin besser dazu, im Verlauf des Jahres versäumte Filme nachzuholen.

Beste Musik für den Jahreswechsel?
Silvesterpartymusik ist Funktionsmucke, das muss man ganz klar so sehen. Viele Menschen kommen mit liebevoll selbstgebrannten CDs zu Silvesterpartys gelatscht und sind dann enttäuscht, wenn ihre Compilation namens „Die besten Knatsch-und Heulsongs 2004“ nicht so recht den Tanzboden zu rocken vermag. Trotzdem: Wenn irgendwo was von Moneybrother läuft, werde ich dazu gerne enthusiastisch meine Faust empor srecken.

Was wird besser?
2005. Ist mir so zugesichert worden, ich glaub’ das.


___
Süddeutsche Zeitung/Jetzt.de; Ausgabe vom 27.12.2004

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Es ist wichtig, die Chance zu erkennen und zu ergreifen. Wenn man es nicht tut dann geht die Chance nicht verloren, nur vorbei. Wie ein Sessellift oder ein Bus [...] Aber man bekommt nie die gleiche Chance wieder.
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Maxine
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PostPosted: 14.01.2005 10:55 Reply with quoteBack to top

viva.tv wrote:
Gäste der kommenden Woche:

:: Mittwoch, 19. Januar
zu Gast im Talk und auf der Kuttner'schen Hydraulikbühne: Adam Green, der Prinz Charming des schafspelzigen Indie-Pop und kollektiver Lieblingsmusikant des Kuttner-Teams

:: Donnerstag, 20. Januar
Musik: Clueso - das jüngste Signing des Fanta-4-Labels Four Music charmiert uns mit breiten Beats und liebevollen Alltagsbeobachtungstexten
Talk: Tocotronic! Die neben Blumfeld einflussreichste deutsche Band der 90er kämpft sich auch auf ihrem neuen Album mal wieder durchs romantisch-dornende Gestrüpp noch ungekannter musikalischer Geisterwälder.




Quote:
Hier die zweite Ausgabe von Sarahs Kolumne aus der SZ!
Quote:
DIE SARAH-KUTTNER-KOLUMNE

Eine Frisur wie eine Raumsonde
Sarah Kuttner kommentiert die Ereignisse der Woche


Alle reden über Sarah Kuttner. Wir reden mit ihr. Für jetzt.de kommentiert die Viva-Moderatorin jede Woche aktuelle Ereignisse. Wenn du auch etwas von Sarah wissen möchtest, schicke deine Fragen an
sarah@jetzt.de

Die europäische Weltraumagentur hat die Sonde Huygens auf den Saturn geschickt. Interessierst du dich für sowas?
Sehr. Sieht man ja schon an meiner Frisur, die eindeutig der Sonde Huygens nachempfunden ist. Ansonsten finde ich aber, dass es eine Menge Sachen gibt, die wesentlich dringender auf fremde Planeten geschickt werden sollten.
Schnappi, das kleine Krokodil, zum Beispiel.
Wenn man bei Freunden eingeladen ist: Schuhe ausziehen oder nicht?
Sofern es mir die eigene Komodität nicht gebietet, ziehe ich bei Freunden erst mal gar nichts aus. Nennt der Freund jedoch einen neu erworbenen Perserteppich sein eigen, würde ich mich zwar kurz fragen, warum in aller Welt ich Freunde mit Perserteppich habe und warum sie den Perserteppich „sein eigen“ nennen und nicht einfach „Perserteppich“, danach aber demutsvoll die Schuhe ausziehen.
Die Grünen werden 25.
Ein kleines Übel feiert, da kann man schon gratulieren. Wer 25 Jahre lang unter lautem Zähneknirschen das Wort „Kompromiss“ hat buchstabieren lernen müssen, dem gönne ich eine zünftige Feier mit fair gehandeltem Knabbergebäck und BAP auf der Festtagsbühne.
In welcher Stadt gibt es den schönsten Öffentlichen Personen-Nahverkehr?
Schöner Personen-Nahverkehr? Ich weiß nur, wo es die schönsten Menschen im Öffentlichen-Personen-Nahverkehr gibt: in Rom. Allerdings sitzen die in ziemlich schäbigen orangefarbenen Bussen rum.
Kannst du ein Konzert empfehlen?
Mit Konzerten verhält es sich bei mir ähnlich wie mit Öffentlichem-Personen-Nahverkehr: Ich bin dort eher selten anzutreffen. Musik ist mir durchaus wichtig und stellt in vielen Lebenssituationen eine tolle emotionale Gelenkschmiere dar. Allerdings muss ich deswegen nicht Musikern anderthalb Stunden beim Verrichten ihrer Arbeit zugucken, mir wird da einfach schnell langweilig. Da sitze ich lieber bei Freunden auf dem Perserteppich und lasse mich dort beschallen.
Was wird besser?
Schwierig in Zeiten, in denen es vor medialer Widerwärtigkeit mal wieder nur so aus dem Fernseher schleimt. Oder anders gesagt: Die derzeitige Berichterstattung über die Flutkatastrophe verstellt in ihrer penetrant-widerlichen Kotzbeuteligkeit den Blick auf Einiges, was sich vielleicht gerade bessern mag. Braucht ein hanebüchener RTL-Bericht über die Ausmaße der Katastrophe tatsächlich Zeitlupen und unterlegte Synthie-Streicher? Muss eine frisch in den Big Brother-Container eingelieferte Dumpfnudel, die sich zum Unglückszeitpunkt vor Ort aufhielt, tatsächlich einen weiteren sinnlosen Augenzeugenbericht abliefern? Ich glaube, in einer Welt, in der die Anteilnahme von Menschen noch durch Zeitlupen und Synthie-Geigen potenziert werden muss, wird gerade nicht allzu viel besser. Die Sarah Kuttner-Show läuft montags bis donnerstags um 21:15 Uhr auf Viva.


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Süddeutsche Zeitung/Jetzt.de; Ausgabe vom 10.01.2005

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Maxine
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PostPosted: 21.01.2005 18:28 Reply with quoteBack to top

Quote:
And here are the Guest(s) for:

Mittwoch, 26. Januar
Zu Gast im Talk und auf der Kuttner'schen Hydraulikbühne: Helge Schneider!

:: Donnerstag, 27. Januar
Thema: Mixtape - Hits and Misses! Sarah präsentiert Lieblingssongs und Ausreißer.


(viva.tv)


Quote:
Hier die dritte Ausgabe von Sarahs Kolumne aus der SZ!
Quote:
DIE SARAH-KUTTNER-KOLUMNE

Das baldige Wiedersehen mit Christian Ulmen
Die Woche mit George W. Bush im Vorprogramm und Lukas Hilbert hinter einer Wand


An dieser Stelle kommentiert Sarah Kuttner jeden Montag die aktuelle Woche. Wenn du auch etwas von ihr wissen möchtest, schicke eine Mail an sarah@jetzt.de. In Köln beginnt die internationale Möbelmesse.

Worauf sitzt du am liebsten?
Bin der festen Überzeugung, dass bestimmte Dinge im Sitzen einfach anmutiger wirken. Den Trend, klassische Sitzverrichtungen ins Stehen zu verlegen (Kaffeetrinken, Essen . . . äh . . . Sitzfußball) kritisiere ich hiermit scharf. Auch gibt es Menschen, die im Sitzen einfach besser aussehen, zum Beispiel Lukas Hilbert. Vor allem, wenn eine Betonwand die Sicht auf den sitzenden Herrn Hilbert verstellt. Was Stühle anbelangt,
bin ich leidenschaftslos, rückenlehnenlose Möbel sind mir allerdings suspekt. Hier Möbel-, dort Landwirtschaftsmesse?
Ist das typisch für Köln und Berlin?
Typisch für Köln wäre wohl eher eine Karnevalsmesse, auf der die irren Kostüme der kommenden Saison vorgestellt werden. Vielleicht mit einer Extra-Halle für homosexuellen Karnevalsbedarf: Elton-John-Perücken und so. Die Landwirtschaftsmesse ist schon typisch für Berlin, stellt sie doch nach der etwas mauen letztjährigen Popkomm und der eingestellten Loveparade den letzten großen hedonistischen Powerevent für glamoursüchtiges Partyvolk dar.
Am 20.1. wird George W. Bush vereidigt.
Und darf noch eine Legislaturperiode lang das Vorprogramm für Hillary Clinton bestreiten.
Sollte man eine Bierflasche mit einem Feuerzeug öffnen können?
Nein, ich halte das für überbewertet. Wenn einer eine Bierflasche mit dem Auge aufkriegt, dann ist das sicherlich ein Hingucker, trägt einen aber auch nicht lange durch die Nacht. Ich fände es begrüßenswert, wenn Jungs und Mädchen, anstatt zu Hause auf ihren von Mama und Papa für sie teuer erstandenen Jugend-Möbeln das Öffnen von Bierflaschen zu üben, lieber für das Latinum der Liebe büffeln würden. Sie könnten sich auch auf der Landwirtschaftsmesse an einem Traktor festketten, um gegen Lukas Hilbert oder doofe Möbel zu protestieren. In dieser Woche
wird das Unwort des Jahres bekannt gegeben.
Da haben meine putzige Redaktion und ich letztes Jahr schon eine Sendung drüber gemacht. Wir konnten uns damals nicht ganz zwischen Brustmuskelablösung, Beherrschungsvertrag und Deutschquote entscheiden. Ich bin dringend dafür, künftig auch Un-Phrasen zu brandmarken. Hier ein paar Vorschläge: „Der/die/das kann was“. „Schlagmichtot/Schießmichtot/Hastenichtgesehn“.
Bestes Fastfood-Essen für „auf die Hand“?
Siehe die Sitzmöbelfrage. Der Wahn, alles „to go“ haben zu wollen, ist ja längst auch auf den Kaffee- und den Printmarkt übergeschwappt. Es mehren sich allerdings die Stimmen warnender Verkehrsexperten, die prognostizieren, dass bei anhaltendem to go- und auf-die-Hand-Wahn immer mehr Fußgänger auf Staatskosten von Laternenmasten abgekratzt werden müssen.
Was wird besser?
Nachdem bei „Mein dicker peinlicher Verlobter“ eine hübsche TV-Idee komplett auf Ballermann-Niveau vergeigt wurde, wollte ich an dieser Stelle eigentlich dem begnadet unerschrockenen Christian Ulmen zu seiner wesentlich mutigeren Variante „Mein neuer Freund“ gratulieren. Es war eineWonne, ihn nach längerer Abstinenz wieder zu sehen. Aber Pro Sieben setzte die Sendung vergangene Woche ab. Wegen der Quote. Es ist also mal wieder so ’ne Sache mit der Besserwerderei. Hoffe trotzdem dringend auf ein baldiges Wiedersehen mit Christian Ulmen. Die Sarah Kuttner-Show läuft montags bis donnerstags um 21:15 Uhr auf Viva.


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Süddeutsche Zeitung/Jetzt.de; Ausgabe vom 17.01.2005

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PostPosted: 26.01.2005 10:21 Reply with quoteBack to top

Quote:
Hier die vierte Ausgabe von Sarahs Kolumne aus der SZ!
Quote:
DIE SARAH-KUTTNER-KOLUMNE

Vorteilhaftes Nachttischlampenlicht
Eine Woche bei Harald Schmidt und Anke Engelke in der Besucherritze


An dieser Stelle kommentiert Sarah Kuttner jeden Montag die aktuelle Woche. Wenn du auch etwas von ihr wissen möchtest, schicke eine Mail an sarah@jetzt.de.

Rudolf Moshammer ist ermordet worden. Zu diesem Thema ist alles gesagt, oder?
Ja.
Paul Newman wird diese Woche 80.
Paul Newman ist eine Fahrt auf einem Fahrrad. Wer jemals gesehen hat wie Paul Newman in „Butch Cassidy & The Sundance Kid“ versucht, zu den Klängen von Burt Bacharachs „Raindrops Keep Falling On My Head“ Katherine Ross mit Fahrradkunststücken zu beeindrucken, weiß, was ich meine. Toller Typ, herzlichen Glückwunsch!
Was hörst du zur Zeit: Tocotronic, Bright Eyes oder Adam Green?Ich genieße derzeit das Privileg, schon anderthalb Monate vor Erscheinen die neue Moneybrother-Platte hören zu dürfen. Klingt wie Weihnachten im Grand Canyon und sollte von allen netten Menschen mindestens zweimal besessen werden. Von den Genannten höre ich Adam Green. Bei Tocotronic gefällt mir der Ansatz, verstärkt auf Unvernunft und Gefährlichkeit zu setzen und ihren Mut, an jeder Weggabelung die anstrengende Route zu wählen. Musikalisch ist mir die Platte auf den ersten Eindruck etwas zu brockig. Brockig, nicht rockig.
Rock oder Hose?
Warum sollte hier eine Grundsatzentscheidung gefällt werden? Beides vermag den Körper elegant zu umschmeicheln. Verzichtet werden sollte allerdings auf blödsinnige Quatschvarianten beider Kleidungsstücke. Zum Beispiel gehören Miss-Sixty-Hosen ohne Taschen am Hintern eher in den Hintern, als dass sie diesen bedecken sollten.
Am 26. Januar wird der Jahreswirtschaftsbericht vorgestellt. Interessiert dich, wie es der Wirtschaft geht?
Ja, wobei hier wohl nicht mit einer funkensprühenden überraschungsrevue zu rechnen sein wird. Der Jahresbericht wird von ähnlicher Finsternis geprägt sein, wie das Innere meiner Hosentasche, woraufhin wieder das zuletzt etwas verstummte Jammern hereinbrechen wird. Aber – noch schlimmer: Es werden sich auch wieder Menschen vor TV Mikrofonen versammeln, die in selbige wieder undwieder die letztjährige Nerv-Phrase Nummer 1 hineinnölen werden: „Hierzulande wird auf sehr hohem Niveau gejammert.“
In Berlin kommt jetzt wieder die so genannte Nacht der Museen. Das gibt es auch in anderen Städten. Muss man sich das antun: nachts ins Museum?
Na ja, die Nacht ummantelt ja bekanntlich alles mit einer Aura des Geheimnisvollen. Selbst vertraute Bettgefährten sehen im fahlen Licht plötzlich enorm charismatisch aus, zumindest, wenn man die Nachttischlampe in eine vorteilhafte Position dreht. Generell sollte man bestimmte, eigentlich dem Tage vorbehaltenen Aktivitäten ruhig mal
nachts verrichten: etwa einfach mal um vier Uhr früh seine Eltern anrufen und sagen, dass alles okay ist. Oder man macht eine schöne Nachtwanderung entlang der Mosel. Die Museumsnummer ist aber, da ich auch am Tage selten in Museen anzutreffen bin, für mich eher uninteressant. Ist mir auch entschieden zu eventig.
In der neuen Helmut-Dietl-Komödie „Vom Suchen und Finden der Liebe“ spielen nicht nur Moritz Bleibtreu und Alexandra Maria Lara mit. Auch Harald Schmidt und Anke Engelke sind dabei.
Nein, in diesem Film wird man mich nicht antreffen. Dann schon eher nachts im Museum, mit einem Schnaps in der Hand, asiatische Glasbläsereien bestaunend. Irgendwie riecht das schon wieder nach dem üblichen deutschen Großfilmproduktionsproblem: Alles und jeder wird rangekarrt und in ein überironisches Schaulaufen gequetscht. Und eine Bettszene zwischen Anke Engelke und Harald Schmidt mufft – bei aller Sympathie für die beiden Bettlägerigen, nach ausgedachtester Injoke-Geilheit.
Was wird besser?
Inmitten aller präsidialen Amtseinführungen, Iran-Eroberungsplänen, Hartz IV-Massenumzügen etc. kommt man sich einigermaßen zynisch vor, wenn man Kleinstverbesserungen beklatscht. Leichter ist es zu sagen, was dringend besser werden sollte. Dazu beim nächsten Mal mehr.
Die „Sarah-Kuttner-Show“ läuft montags bis donnerstags um 21:15 Uhr
auf Viva.


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Süddeutsche Zeitung/Jetzt.de; Ausgabe vom 24.01.2005

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PostPosted: 01.02.2005 12:24 Reply with quoteBack to top

Quote:
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Viva-Moderatorin Sarah Kuttner vor einem Wechsel zum WDR?

Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" denkt der WDR über eine neue Sendung mit Sarah Kuttner nach

Die wortgewaltige Viva-Moderatorin Sarah Kuttner, deren Show nach der Viva-Übernahme durch Viacom auf zwei Ausgaben pro Woche zusammengekürzt worden war, könnte ihrem alten Heimatsender vielleicht schon bald den Rücken kehren und bei den Öffentlich-Rechtlichen anheuern.

Wie die "Süddeutsche Zeitung berichtet, werde die 26-Jährige noch im Februar eine Pilotsendung beim WDR drehen. Die neue Sendung solle dabei weniger aus dem Unterhaltungs-, sondern eher aus dem Kultur-Sektor kommen und werde von der Produktionsfirma AVE produziert. Sarah Kuttners Management bestätigte die Meldung insoweit, dass man mit dem WDR "über Formate reden" wolle.

Beim Westdeutschen Rundfunk wollte weder eine Pilotsendung noch Verhandlungen bestätigen, doch Michael Hirz, Leiter der Programmgruppe Kultur, ließ immerhin schonmal verlauten, dass Kuttner "auf jeden Fall eine interessante Figur" sei, "wenn man über neue Formate für ein junges Publikum im Bereich Kultur nachdenkt".


(dwdl.de)


Neue Formate? Fand die Show eigentlich so wie sie ist super... aber wenn man durch den Wechsel 'LeShow' wieder 4 Tage die Woche sehen kann dann kann der Wechsel zum WDR nur Vorteile bringen biggrin
Mal sehen was daraus wird.... *beobachtet das Geschehen*





viva.tv wrote:

Aktuelle Gäste

:: Mittwoch, 2. Februar
Im Talk: Filmemacher Wenzel Storch
Auf der Bühne: Mando Diao performen "Down In The Past"


:: Donnerstag, 3. Februar
Im Talk: Matthias Schweighöfer redet über seinen neuen Film "Kammerflimmern"
Auf der Bühne: The Good Life performen "Lovers Need Lawyers"

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PostPosted: 04.02.2005 13:35 Reply with quoteBack to top

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Hier die fünfte Ausgabe von Sarahs Kolumne aus der SZ!
Quote:
DIE SARAH-KUTTNER-KOLUMNE

Glaub an deinen eigenen Umhang
Tipps fürs Lachen, Läuten, Lustigsein


An dieser Stelle kommentiert Sarah Kuttner jeden Montag die aktuelle Woche. Wenn du auch etwas von ihr wissen möchtest, schicke eine Mail an sarah@jetzt.de.

Vergangene Woche angekündigt, jetzt nachgefragt: Was soll besser werden?
97 Prozent der deutschen Lustigkeitsschaffenden, allgemein auch Comedians geheißen. Können Helge Schneider, Horst Evers und Studio Braun nicht Humor-Seminare anbieten? Nein, können sie natürlich nicht, und genau deswegen knallen eben jene Genannten ja auch aus der allgemeinen Pointen-Bräsigkeit raus. Am schlimmsten sind hiesige Comedians ja, wenn sie als Gast in irgendwelchen Shows rumsitzen und als Antwort auf eine Frage hemmungslos auswendig gelernte Parts aus ihrem aktuellen Programm abspulen. Bitte sein lassen!
Was sollte jeder für sich tun, damit es besser wird?
An sich glauben. Die netten Leute zumindest. Und wenn man dann noch die doofen Leute überredet kriegt, auch an die netten Leute zu glauben, müsste es ja einigermaßen hinkommen. Da die doofen Leute aber zu diesem Schritt nie bereit sein werden, muss man zu anderen Mitteln greifen, um die Doofen davon abzuhalten, ebenfalls an sich zu glauben. Vielleicht eine Anastacia-Platte auflegen, das lenkt die Doofen ab.
Dein Lieblingsbrauch zur närrischenZeit?
Verreisen. Alle anderen Bräuche erschließen sich mir nicht. Feiern zu grotesker volkstümlicher Musik, unverlangtes Kussverteilen, Leuten Bonbons an die Birne werfen, als Wurstbrot verkleidet rumlaufen – nö.
Ein Buchtipp für diese Woche?
Komme mit Neuveröffentlichungen gerade nicht nach, huldige aber immer noch Heinz Strunks großartigem autobiografischem Roman „Fleisch ist mein Gemüse“. Verspreche mir ansonsten viel von „Du und wieviele von deinen Freunden“ von Astrid Vits – eine Interviewsammlung mit (fast) allen hiesigen Bands, die aus Fan-Perspektive einen sehr guten
Überblick über deutsche Bands der letzten 10 Jahre liefern soll.
Welcher Klingelton erklingt, wenn man an deinem Handy anruft?
Keiner. Es quakt ein relativ dezenter Frosch aus dem Nokia-Repertoire. Man sollte sowieso davon absehen, sein Persönlichkeitsprofil über einen Klingelton zu demonstrieren und lieber auf, sagen wir, originell geschnittene Umhänge mit persönlichem Wappen hinten drauf setzen. Und wenn man schon den persönlichen Klingelton als Ausgangspunkt nehmen möchte: Viel schöner wäre es, wenn jeder Mensch eine eigene Musik, einen eigenen Jingle hätte, der immer dann ertönte, wenn er oder sie den Raum betritt. Vielleicht schafft das ja auch Arbeitsplätze für Individual-Jingle-Komponisten.
Nach Fasching beginnt die Fastenzeit. Wer oder was sollte mal fasten?
Nur zu gerne würde ich Claudia Roth von den Grünen mal zum Verbalfasten schicken. Und Franz Josef Wagner von der Bild möchte ich einen dringenden Schreibmaschinenverzicht von mindestens 247 Jahren nahe legen.
Was wird besser?
Der Humor der Grünen. Trotz Claudia Roth. Bislang erschöpfte sich der Unterhaltungswert von Fischer, Trittin etc. ja vor allem in massiver Gesichtszerknautschung (Fischer) und Behaarungsexperimenten (Trittin). Diese Woche aber ist ihnen eine hübsche Formulierung gelungen. Anlässlich der FDP These, in Deutschland würden zu wenige Akademikerinnen Kinder bekommen, bezeichneten die Grünen die FDP als „Die Partei der Bessergebärenden“. Das ist zwar humoristisch gesehen nur ein Anfang, aber er ist gemacht.
Die „Sarah-Kuttner-Show“ läuft mittwochs und donnerstags um 21:15 Uhr auf Viva.


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Süddeutsche Zeitung/Jetzt.de; Ausgabe vom 31.01.2005



Immer wieder schön die Kolumne zu lesen biggrin

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PostPosted: 08.02.2005 16:00 Reply with quoteBack to top

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Hier die sechste Ausgabe von Sarahs Kolumne aus der SZ!
Quote:
DIE SARAH-KUTTNER-KOLUMNE

Das bestgelaunte Volk der Welt
Sarah Kuttner weiß: Von den Dänen lernen heißt Tina Turner kennen lernen


An dieser Stelle beantwortet die TV-Moderatorin Sarah Kuttner jede Woche unsere Fragen und kommentiert aktuelle Ereignisse.
Wenn du auch eine Frage an sie hast, schicke sie an sarah@jetzt.de.

Seit 1. Februar gibt es die neue Führerscheinklasse S. Mit ihr können bereits 16-Jährige so genannte Leichtkraftfahrzeuge steuern. Muss das sein?
Nein. Ich glaube, wer sich mit einem solchen Leichtkraftfahrzeug auf die Verkehrsboulevards traut, gilt in Freundeskreisen bald als armer Horst.
Am Faschingsdienstag wird in Dänemark gewählt.
Naja, das kann man entspannt sehen. Umgekehrt wär’s anstrengender: wenn in Dänemark fröhlich dem alkoholisierten Extrem-Brauchtum gehuldigt würde und hier am Dienstag Wahl wäre. Dann würde die CDU vermutlich wegen unzureichender Mannschaftsaufstellung disqualifiziert. Und zwar vom bösen bösen Arschloch-Schiedsrichter („Deutschlands meistgehasster Mann“, wie die Zeitschrift Bunte schrieb).
Was muss man über Dänemark wissen?
Erst letzte Woche las ich, die Dänen seien das glücklichste Volk der Welt. Das sei ihnen von Herzen gegönnt. Warum das so ist, weiß ich nicht mehr. Vielleicht weil die Dänen den ganzen Tag Dogmafilme drehen und dort kathartisch alle finsteren Gedanken und Befindlichkeiten ausleben. Vielleicht sollten wir alle mehr Dogmafilme drehen, dann wäre unser Leben im Ausgleich besser geschnitten und mit Musik unterlegt.
Am Aschermittwoch wird der Fernsehpreis „Die Goldene Kamera“ verliehen. Im Fernsehen ist das Ganze am Sonntag zu sehen. Angucken?
Preisverleihungen haben ja eine vollkommen eigene Logik, auf die es sich einzulassen gilt. Vor allem deutsche Verleihungen, da hier Preise an internationale Künstler nur vergeben werden, weil sie sowieso gerade in der Gegend sind („Hey Leute, wir könnten David Hasselhoff kriegen, dermacht im Februar Promo für ein vegetarisches Kochbuch, wär’ der nicht was für die Kategorie Lebenswerk?“). Dieses Jahr bekommt beispielsweise Tina Turner eine Trophäe in der Kategorie „Pop international“. Eine unkonventionelle Entscheidung, die von Mut und Weitsicht der Jury kündet, zumal Chris De Burgh und Joe Cocker nicht konnten. Lohnend ist die Show aber auch allein aufgrund der Kategorie „Bestgelauntes Volk der Welt“. Gewinner sind die bereits erwähnten Dänen, die den Preis kollektiv abholen. Das wird für ordentlich Remmidemmi im Backstagebereich („Frau Turner, darf ich vorstellen: die Dänen; verehrte Dänen: Frau Turner“)und ein tolles Schlussbild auf der Bühne sorgen. Also: angucken.
Was ist besser – im Fernsehen angucken oder live dabei sein?
Man sollte als TV-Zuschauer keinen Neid hinsichtlich der im Publikum sitzenden Veranstaltungsbeiwohner entwickeln. Preisverleihungen sind eine noch härtere Belastungsprobe fürs Gesäß als ein Filmfestival „Best of Danish Cinema“ im Programmkino Ihres Vertrauens. Vor allem, wenn das Management von Tina Turner beschließt, dass der soeben dargebotene Auftritt der beliebten Rockröhre sicherlich beim zweiten Durchlauf noch besser werden wird.
Diese Woche startet auch wieder die Berlinale. Was bedeutet das?
Das bedeutet, dass ich nach dem Kölner Karneval jetzt den Berliner Event-Karneval ausbaden darf. Zahllose ukrainische Filmregisseure werden mir die Parkplätze vor der Nase wegschnappen. Allerdings wird meine fünfstündige Rede bei der Diskussion zum Thema „Dänisches Kino und amerikanische Rockröhren“ sicherlich ein voller Erfolg werden. Danach spielt Chris De Burgh.
Diese Woche werden alle Medien über Kourou berichten. Das ist ein Ort in Französisch-Guyana, wo am Freitag eine Ariane-Träger-Rakete ins All startet.
Täusche ich mich – oder wird gerade wieder allerhand Krempel ins All geschossen? Soll’n die aber ruhig machen. Vielleicht finden sich da oben tolle Austragungsorte für Preisverleihungen. Ansonsten wünsche ich den Einwohnern von Kourou, dass der Abschuss ihnen einen nachhaltigen Tourismus-Boom beschert.
Die „Sarah-Kuttner-Show“ läuft mittwochs und donnerstags um21:15 Uhr auf Viva.


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Süddeutsche Zeitung/Jetzt.de; Ausgabe vom 07.02.2005

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PostPosted: 10.02.2005 14:06 Reply with quoteBack to top

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Quote:
Kuttner on Ice
Die Lieblings-Interpreten des Frl. Kuttner treten am 13. März in Berlin auf - Tickets für das Rundum-glücklich-Paket gibt es hier!

Wer Sarah Kuttner seit vergangenem Sommer in ihrer Show durch den alltäglichen Irrsinn hat reiten sehen, weiß: Diese Frau ist zu allem in der Lage.

Jetzt zündet Frau Kuttner die nächste Stufe: Im Alleingang organisierte die Berlinerin in den vergangenen Wochen ein musikalisches Glücklichmach-Paket, das am 13. März in ihrer Heimatstadt über die Bühne gehen wird. "Kuttner on Ice" ist ein Festival, für das Sarah Kuttner all ihre Le-Show-erprobten Lieblingsbands zusammentrommeln und zu exklusiven Performances bewegen konnte.

Die Acts sind so handverlesen, wie es der Geschmack von Frau Kuttner erwarten lässt. Mit dabei sind:

The (International) Noise Conspiracy
- die politisch gut gerüsteten Live-Henker aus Schweden mit handclapping-kompatiblem Garage-Pop

Moneybrother - der Mann, den Sie dieses Jahr musikalisch schwer umfahren werden können mit blutend-pathetischem Soul-Pop für das große innere Weihnachten (weltweit erstes Konzert zum neuen Album!)

Mando Diao - everybody's momentane Lieblingslederjacken mit den besten Songs, die Oasis einfach nicht mehr hinbekommen

Adam Green - unser aller Lieblingssänger und Pop-Wolf im Indie-Schafspelz!

An den Turntables sorgen zusätzlich Markus Kavka (MTV), Thorsten Scholz (Beatsteaks) und Jochen Speck (Rose Club/Köln) für Ekstase und nackte Oberkörper.

Austragungsort der von VIVA, dem Musik Express, Radio Fritz, Uncle Sally's und TIP präsentierten Veranstaltung ist die Berliner Columbiahalle, Einlass: 19h Uhr. Tickets gibt es für 15 Euro plus VVK auf www.eventim.de, unter 0180-5570000* und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Seien Sie dabei, dann müssen Sie sich nicht von anderen erzählen lassen, was Sie verpasst haben.


(viva.tv)


Das wird bestimmt eine total schöne Sache - die musikalischen Gäste sagen ja wohl alles biggrin
Sollte man sich nicht entgegehen lassen...

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Es ist wichtig, die Chance zu erkennen und zu ergreifen. Wenn man es nicht tut dann geht die Chance nicht verloren, nur vorbei. Wie ein Sessellift oder ein Bus [...] Aber man bekommt nie die gleiche Chance wieder.
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Maxine
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Quote:
Hier die siebte Ausgabe von Sarahs Kolumne aus der SZ!
Quote:
DIE SARAH-KUTTNER-KOLUMNE

Harry und Stiller
Und warum Mensa-Essen doch erträglich sein kann


An dieser Stelle beantwortet die TVModeratorin Sarah Kuttner jede Woche unsere Fragen und kommentiert aktuelle Ereignisse. Wenn du auch eine Frage an sie hast, schicke sie an sarah@jetzt.de.

Es ist Valentinstag. Ein Wort zur Liebe.
Weiterarbeiten!
In Schleswig-Holstein wird gewählt. Wer soll gewinnen: Heide Simonis oder Peter-Harry Carstens?
Schwierig. Sie hat enorme Erfahrungen im Schuldenauftürmen, was im Vorfeld der Bundesschuldenauftürm-Meisterschaften natürlich für Respekt sorgen dürfte. Er wiederum hat einen Vornamen, mit dem man aus jedem Wettbewerb zum Thema „Eigenartige Vornamens-Kombinationen“ siegreich hervorgehen müsste.
Kantinen- und Mensa-Essen ist unerträglich. Oder?
Sicherlich streift manches dann und wann den Bereich des Psychedelisch-Grotesken, auch ich bin kein Freund von Experimental-Gerichten wie Muskelfleisch an kalten Riesenkartoffeln mit was Drittem, das man nicht erkennt. Pauschalisierungen liegen mir hier aber fern. Kürzlich sah ich eine packende Doku über eine Kölner Kantine, wo rechtschaffen gerührt und geschnippelt wurde.
Diese Woche startet „Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich“. Soll man sich den Familienfilm mit Ben Stiller und Robert De Niro anschauen?
Ich war erst vorgestern in dem Berliner Hochhaus-Schocker „Meine Maske, die Stifte, ihr Radiergummi, mein Block und ich“. Guter Film, auch wenn der Anfang am Ende sehr vorhersehbar ist. Zum Stillerfilm: Ich finde Komödien schwierig, weil ich mir blöd vorkomme, wenn ich ohne eine Miene zu verziehen im Kino sitze, während sich um mich herum Menschen vor lauter Lachen in ihrem eigenen Urin wälzen. Von allen US-Filmkomikern ist Ben Stiller aber mit Abstand der beste.
Ebay führt ab dem 18. Februar eine neue Gebührenstruktur ein. Interessiert dich das? Versteigerst du selbst im Internet?
Ich ersteigere dann undwann. Zuletzt erhielt ich für nur 15 Euro den Zuschlag für ein Mensaessen aus Duisburg, in dem man angeblich die Silhouette von Heide Simonis erkennen kann. Vielleicht ist beim Transport etwas kaputtgegangen, beim Auspacken stellte sich das Ganze als schnöder Erbseneintopf heraus, in dem man bestenfalls die Silhouette von den zusammengeschlagenen Klitschko-Brüdern erkennen konnte.
„Die Sarah–Kuttner-Show“ läuft mittwochs und donnerstags um 21.15 Uhr auf Viva.


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Süddeutsche Zeitung/Jetzt.de; Ausgabe vom 14.02.2005



...ganz schön kurz diesmal gruebel




Quote:
Die Gäste der Woche:

:: Mittwoch, 16. Februar
Im Talk: Olli Dittrich - der begnadete Komiker, Improvisator von Gottes Gnaden, Musikant und bekennende Elton-John-Fan im Kuttner-Plausch
Auf der Bühne: Kettcar - von Thees Uhlmanns GHvC-Label direkt auf unsere Showbühne geweht: Kettcar, die Punk-sozialisierten Emoschleudern live mit ihrer toll gereimten Single "48 Stunden" (unsere Gitarrenhoffnung 05)

:: Donnerstag, 17. Februar
Im Talk: Ralf Schmitz - der Mr. Niedlich der deutschen Lustigkeit, bekannt aus "Schillerstraße", gibt sich die Ehre
Auf der Bühne: Slut - die Ingolstädter Gitarrensympathen spielen ihren Bundesvision-Songcontest-Smasher "Why Pourquoi (I Think I Like You)" (= bester Song der gesammten Veranstaltung)


(viva.tv)

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PostPosted: 24.02.2005 12:10 Reply with quoteBack to top

Quote:
Hier die achte Ausgabe von Sarahs Kolumne aus der SZ!
Quote:
DIE SARAH-KUTTNER-KOLUMNE

Kuckuck zum Abi
Der Trend geht zur Umhängeuhr


An dieser Stelle beantwortet die TV-Moderatorin Sarah Kuttner jede Woche unsere Fragen und kommentiert aktuelle Ereignisse.
Wenn du auch eine Frage an sie hast,schicke sie an sarah@jetzt.de.

George W. Bush kommt in dieser Woche nach Deutschland.
Wie man hört, möchte er nach längerer SMS-Stille ja wieder an vergangene Kuschelzeiten anknüpfen. Schön wäre es, wenn sich bei den (absolut sinnvollen) Gegendemonstrationen stumpfe Pauschal-Anti-Amerikanismen in Grenzen halten würden. Auch das haben wir Herrn Bushs demagogischem alter ego Michael Moore zu verdanken: Die Ablehnung gegenüber George Bush wird immer unorigineller und einfallsloser. Ich persönlich werde mich vermutlich eine halbe Stunde lang an einem Starbucks-Frappuccino festketten.
Wofür braucht man noch eine Armbanduhr? Handys sagen doch die Zeit.
Ich selbst habe keine Armbanduhr. Trotzdem: Der sich der Zeit versichernde Blick aufs Handy ist unsexy, wohingegen der Blick auf die Armbanduhr bei einem Herrn in den besten Jahren schon begeistern kann, vor allem, wenn dem Blick jene lässige, die Jacke hochschüttelnde Armbewegung vorausgeht. Ich glaube aber, dass der Trend in Richtung Umhängeuhren geht (gerne auch mit Kuckuck vorne rauscoming).
Die Schwarzwald-Klinik kommt wieder ins Fernsehen. Muss das sein?
Na ja. Wenn ein Grundbedürfnis nach im Wald angesiedelten Chirurgen-Soaps besteht, sollte dieses auch befriedigt werden dürfen. Gespannt darf man sein, ob inhaltliche Verjüngungen oder andere Ranschmeißereien an den Zeitgeist auszumachen sein werden: SMS-süchtige Zivis, rappende Ärzte usw. Wenn die Schwarzwaldklinik aber tatsächlich die erste wiedervereinigte TV-Serie ist, hat das Ganze zumindest historischen Wert.
Welches Motto würdest du wählen, wenn du in diesem Jahr Abi machen würdest?
„Abi 2005 – 6 Jahre zu spät, aber immerhin“. Oder: „Abi 2005 – ich konnt’ nicht früher“.
Die „Sarah Kuttner Show“ läuft mittwochs und donnerstags um 21.15 Uhr auf
Viva.


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Süddeutsche Zeitung/Jetzt.de; Ausgabe vom 21.02.2005





Quote:
Die Gäste der Woche:

:: Mittwoch, 23. Februar
Im Talk: Michael Wigge
Auf der Bühne: Teitur
...der wunderbare Songwriter von den lieblichen Faröer Inseln spielt uns "I Was Just Thinking" vor

:: Donnerstag, 24. Februar
Im Talk: Christian Ulmen
...der von uns verehrte ehemalige MTV-Moderator und (fast) letzte Vertreter einer mutigen, selbstironischen TV-Lustigkeit im Sarah-Talk
Auf der Bühne: Fettes Brot
...die vier knuffigen Drei des deutschen PopHop bieten ihre neue Single "Emanuela"


(viva.tv)

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PostPosted: 28.02.2005 12:50 Reply with quoteBack to top

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Die Gäste der Woche:

:: Mittwoch, 02. März
Im Talk: Nena
Ihres Zeichens sympathische Schlafzimmerstimme, Experimentalfrisur-Trägerin und Pop-Prinzessin - im Gespräch mit Sarah "NDW" Kuttner
Auf der Bühne: The Mars Volta
Die toll gefönten Prog-Rock-Vollstrecker episch und live auf der Kuttner-Bühne

:: Donnerstag, 03. März
Im Talk: Wir sind Helden
Das attitüdenstarke deutsche Pop-Wunder der Nullerjahre im Talk mit Sarah
Auf der Bühne: Stereo Total
Vom Strokes-Vorprogramm auf die Kuttner-Talent-Stage: von allen Berliner Duos mit französischem Akzent unser liebstes


(viva.tv)

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PostPosted: 10.03.2005 09:38 Reply with quoteBack to top

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Hier die neunte Ausgabe von Sarahs Kolumne aus der SZ!
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DIE SARAH-KUTTNER-KOLUMNE

Das Lama aus Yokohama
Warum es keine peinlichen Lieblingslieder geben sollte


An dieser Stelle beantwortet die TVModeratorin Sarah Kuttner jede Woche unsere Fragen und kommentiert aktuelle Ereignisse. Wenn du auch eine Frage an Sarah hast, schicke sie an sarah@jetzt.de.

Du hast deine Lieblingsbands nach Berlin eingeladen. Wie reagieren Adam Green oder Mando Diao, wenn man ihnen sagt: „Ihr seid meine Lieblingsband“?
Adam Green meinte: „Actually, I’m not a band, but if I can say the word ,vagina’, everything’s alright with me.“ Er sagte dann noch was davon, dass er meine Platten auch ganz okay fände, vor
allem die letzte: Sarah Kuttner Sings Songs Containing the Word ,vagina‘ or at least ,crackwhore‘.
Und wenn du selbst eingeladen bist? Viele halten es für schick, bei Partys erst möglichst spät zu erscheinen. Wann kreuzt du normalerweise auf?
Ich neige zum Gar-nicht Aufkreuzen, da mir der Muff meiner Wohnung angenehmer ist als das rockeneis-geschwängerte Odeur hipper Rumstehclubs. Wenn, dann komme ich eher früh, um eine Rechtfertigung zu haben, mich bald wieder verabschieden zu dürfen.
Das Handy von Paris Hilton ist angeblich gehackt worden? Welche Fotos und anderen privaten Informationen würde man auf deinem Handy finden?
Hübsches Material, aber nichts, was Sarah Kuttner, die Moderatorin, Stabhochspringerin und Chansonsängerin, in einem gänzlich neuen Licht zeigen würde. Es finden sich dort zum Beispiel Bilder, auf denen ich die ganze Visage mit Zahnreinigungsstäbchen voll hängen habe oder krankheitsbedingt meine Nase auf die doppelte Größe meines gesamten Kopfes angeschwollen ist. Aber auch für diese Sub-Bereiche des Fetisch-Sex wird es sicher Interessenten geben.
Hast du die Handy-Nummer von Adam Green?
Ja. Die von Axel Schulz auch.
Wie planst du deine Termine: mit einem Papier-Kalender oder mit einem Handheld-Computer?
Ersteres.
Was ist die beste Art, unterwegs Musik zu hören? MP3-Player? iPod? Handy? Autoradio?
So sehr ich mich privat an meinen iPod erfreue, wirkt es ungleich stilvoller, sich älterer, weniger hipper Geräte zu bedienen. Apple hat dieses Bedürfnis erkannt und bietet aus diesem Grund ab Sommer eine altertümliche Holzverkleidung für den iPod an, da werde ich dann vermutlich zuschlagen.
Für welches Lied auf deinem iPod schämst du dich am meisten?
Diese Diskussion habe ich noch nie verstanden, das peinlichste Lieblingslied und so weiter. Ich mach’s mir da lieber einfach: Entweder ich mag einen Song oder eben nicht. Alles andere ist unentspannter Szene-höriger Quatsch, auf den sich heute bestenfalls noch 15-jährige Minimal-Elektronik-Hörer einlassen können ohne wie kindische Abgrenzungsfetischisten zu wirken. Wenn zum Beispiel ein Mensch seine innere Ausgeglichenheit aus der Freude bezieht, die ihm nach wie vor „Schni-Schna-Schnappi“, „Das Lama aus Yokohama“ oder „Der Affe in der Karaffe“ bereitet, dann ist das gut und in keinster Weise arrogant abwatschenswert.
„Sarah Kuttner – die Show“ läuft mittwochs und donnerstags um 21.15 Uhr auf Viva.

jetzt.de verlost dreimal zwei Karten für „Kuttner On Ice“, die große Revue zu Sarahs Sendung. Am 13. März treten in der Berliner Columbiahalle neben Adam Green und Mando Diao auch Moneybrother und The (International) Noise Conspiracy auf. Um an der Verlosung der Tickets für die (ansonsten ausverkaufte) Show teilzunehmen, musst du nur bis Dienstag, 8. März, 18 Uhr eine Mail an sarah@jetzt.de geschickt haben, in deren Betreffzeile „Ja, ich will“ steht.Viva.


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Süddeutsche Zeitung/Jetzt.de; Ausgabe vom 07.03.2005



viva.tv wrote:
Gästeliste:
Mittwoch, 9. März
Im Talk: Stefanie und Thomas von Silbermond
Die sympathischen Poweraufsteiger of Deutsch-Pop im gutgebauten Unterwasser-Chat
Auf der Bühne: And You Will Know Us By The Trail Of Dead - "And The Rest Will Follow"


:: Donnerstag, 10. März
Im Talk: Markus Kavka
Auf der Bühne: Moneybrother - "They're Building Walls Around Us"



Show von gestern war mal wieder super!!! biggrin

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PostPosted: 14.03.2005 11:32 Reply with quoteBack to top

Quote:
Wie es ihr gefällt

Findet Sarah Kuttner etwas gut, dann richtig. In Ihrer Viva-Show feiert sie ihre ganz persönlichen Favoriten - und lädt jetzt auch noch alle zur eigenen Revue "Kuttner on Ice"
VON KIRSTEN RIESSELMANN


Bei Sarah Kuttner herrscht Willkür. Die Willkür ihrer eigenen Meinung. Immer im Wechsel zwischen pubertärem Quatsch, ätzender Kritik, rotziger Vulgarität und grandioser Egomanie findet die 26-jährige Viva-Moderatorin, die seit zehn Monaten eine TV-Show ihr Eigen nennen darf, mal was gut und mal was schlecht. Sie zertritt Käfer live vor der Kamera auf dem Studioboden, erklärt Arschgeweih-Stretchhosen zum "Mist der Woche" und lesbisch-schwule Outlaw-Inseln vor Australien zum "Gutfinder der Woche". Sie hasst Alexander Klaws, und sie liebt Adam Green. Ihre Gründe für das Dafür- oder Dagegensein sind radikal subjektiv und verweigern sich jeder Debatte. Ihr Bauch ist ihr König, und der meldet sich pfeilschnell und lautstark zu Wort. Gut oder schlecht finden funktioniert bei der Berlinerin mit einer Mischung aus Witz, Spontaneität, Vulgarität und einer Meinungsstärke, die ihresgleichen sucht.

Gottlos und frech

Man hat das Gefühl, die krisengebeutelte und orientierungslose Jugend starrt oft eher verwundert auf diese furiose Zurschaustellung glasklarer Nullen und Einsen. Vielleicht bekommt Kuttner deshalb so viel Zuschauerpost, in der sie als "gottlos und frech" bezeichnet wird und man sich beschwert über den häufigen Gebrauch böser Wörter wie "Scheiße" oder "Arschloch". Vielleicht polarisiert Sarah Kuttner die Welt mit ihrer Meinung, bevor ihre Zielgruppe nur ein Fitzelchen dieser Welt verstanden hat. Was soll's, würde sie wohl sagen, mit meiner Zielgruppe habe ich nur so viel zu tun, dass ich ihnen von meinen Gutgefundenen erzähle und sie, wenn sie das Gutgefundene auch gut finden, als Nachmacher schmähe. Das ist Sarah Kuttners ganz privater Rock 'n' Roll.

Mit Solidarität und Jugendbewegtheit hat sie so wenig am Hut wie mit drogengestützter Selbstverlusterfahrung. Wenn ihr Sidekick Sven Schuhmacher in der Sendung zur Gitarre greift und grinsend sein Protestanten-Liebhabe-Liedchen "Aufstehn, aufeinander zugehn, voneinander lernen, miteinander umzugehn" anstimmt, umarmt sie nur mit gequältem Gesicht ihre Studiogäste. Sarah Kuttners Rock 'n' Roll will nicht gestört werden, will einsam und trotzig "Ich will!" schreien. Sarah Kuttner findet manches so unglaublich gut und will es so sehr immer wieder sagen, dass sie clever ihre öffentliche Rolle nutzt, um sich eine immer größere Bühne zu besorgen.

Morgen heißt diese Bühne Columbiahalle. Im Alleingang hat Sarah Kuttner "Kuttner on Ice - Die Revue zur Show" in Berlin organisiert. In allen zum Thema geführten Interviews hat sie die immer gleichen Informationen ventiliert: Der Name "on Ice" klinge so super, so nach Konfetti und Glamour. Wenn man groß ist, muss man damit was machen, hat sie zu einem Freund gesagt, und dann hat sie's einfach gemacht. Viva wollte nicht mitveranstalten, weil die ihr das nicht zugetraut haben. Da hat Kuttner ihre ganz persönlichen Favoriten selbst antelefoniert, und alle haben Ja gesagt: die schwedischen Lederjacken-Beaus von Mando Diao, die mit topsozialistischem Ansatz gesegneten The (International) Noice Conspiracy, das aus unerfindlichen Gründen zum Chartbreaker mutierte Singer- Songwriter-Burscherl Adam Green und natürlich Kuttners spezieller Liebling Moneybrother.

Der smart-schlaksige Moneybrother a. k. a. Anders Wendin ist als Künstler mittlerweile ganz "Der aus der Kuttner-Show". Über Monate hinweg durfte er ihr die Einspielerrubrik "Moneybrother singt Karaoke" machen. Wirklich begeistert von seinen sympathischen, aber auch sehr langen und weiligen Bildschirm-Absingereien war lange Zeit ausschließlich Sarah Kuttner. Sie setzte sich für ihren "dünnen Schwedenmann, der mein Herz geklaut hat", ein wie eine Raubtiermutter für ihr Junges. Einem Mädchen aus dem Showpublikum, das es allzu berechenbar fand, dass die Redaktion den Moneybrother zum Künstler des Jahres 2004 erkoren hatte, wies sie brutal die Studiotür. Solcher Einsatz zahlt sich aus: Am Sonntag in der Columbiahalle wird Anders Wendin merken, dass sich niemand mehr ein "Einspruch, Euer Ehren!" erlaubt. Kuttners Begeisterung wird auf das "Klatschvieh", wie sie ihr Publikum gerne nennt, abgefärbt haben. Moneybrother wird dankbar als Kultobjekt angenommen.

"Ich tu mal was für mich"

Stefan Raab fragte Kuttner, ob sie nicht mal was für die Deutschen im Pop hätte tun können. Sie antwortete entnervt: "Ich dachte, ich tu mal was für Sarah Kuttner!" Das war ehrlich, und ihr Ego darf jubeln: 3.500 Karten für die Eisrevue in sechs Tagen ausverkauft. Darauf ist sie "gottverdammt stolz" und erträumt sich den Kampf um die verbleibenden 100 Karten der Abendkasse als "so Menschentrauben, mit Schlafsack und Kaffee". Auch in dem Punkt wird sie nicht enttäuscht werden. Ihre unerschütterliche Liebe zu den Herren Green, Mando Diao und (International) Noise Conspiracy muss sie sich, auch wenn es ihr wahrscheinlich nicht passt, mit allen Oberstuflern, Zivildienst Leistenden und Grundstudiumsstudenten des Landes teilen. Am liebsten stünde sie wohl allein in der Konzerthalle, wissend, dass 3.500 Stück Klatschvieh gerne gekommen wären, aber nicht durften.

Partout nämlich will sie keine Identifikationsfigur für ihre Generation sein. Sie sagt, sie habe keine Ahnung, wie andere 26-Jährige ticken. Sie sei eigentlich ein langweiliges Mädchen, das weder zum Tanzen ausgeht noch Alkohol trinkt. Damit macht es sich die Tochter des Berliner Radiotalkers und Videoschnipslers Jürgen Kuttner, die immerhin seit 2001 bei Viva Sendungen wie "Interaktiv" moderierte, bevor sie ihre eigene Show bekam, ein bisschen einfach. Damit weist sie jegliche Verantwortung von sich. Vielleicht glaubt sie, dass sie nur so authentisch bleiben und ihre Moderatorinnenrolle als ihr ganz eigenes Ding gestalten kann. Sie gibt sich unablässig kratzbürstig und überschwänglich zugleich, ist Riot Grrrl in dritter Generation und sagt gleichzeitig, dass sie findet, Jungs und Mädchen hätten heute die gleichen Chancen, trägt den fünfzackigen Stern auf Arm und Sendungslogo und will doch völlig apolitisch sein. Wie sehr Sarah Kuttner mit ihren kontinuierlichen Meinungsfurzen aber auch versucht, erstens immer nur sie selbst und zweitens aber auch bitte nicht greifbar zu werden: Für ihr Publikum ist sie längst ein wenn auch nicht unumstrittenes Vorbild.

Sie musste es fast zwangsläufig werden, ist Sarah Kuttner doch als Einzige übrig geblieben, um im gruselig verstümmelten deutschen Musikfernsehen Jungs und Mädchen mit langen Ponies und Gitarren eine Bühne zu bieten. Charlotte Roche und "Fast Forward", einstige Herrscher über das Lager der Independent-Musik, mussten mit der Viacom-Übernahme des Senders Viva und der kastrationsartigen Programmreform zum Jahreswechsel abdanken. "Kuttner - Die Show" ist seit August 2004 zum Fernsehrefugium für Noch- nicht-so-sehr-Mainstream-Stars geworden, die sich zwischen all den gepimpten Autos, dismissten Machos und gecharteten Klingeltönen auf ihrem Weg zum Abnehmer winden. Und das, obwohl die Kuttner-Show kein wirkliches Musikformat ist. Fünf Minuten der einstündigen Sendung sind für einen musikalischen Liveauftritt, weitere zehn Minuten für einen Talkgast reserviert, der allerdings nur manchmal auch noch was mit Musik zu tun hat. Es talkt sowieso eher die Moderatorin und lässt dem Gast, genau wie Komoderator Jörg Pilawa letztes Jahr beim nationalen Vorentscheid des Grand Prix, einen Redeanteil von höchstens 30 Prozent.

Dass gerade Sarah Kuttner zum neuen Aushängeschild der Indie-Szene werden konnte, ist eigentlich ein Wunder. Klar, sie findet "Britpopindierock" gut, wie auf ihrer Website zu lesen ist. House-Musik dagegen findet sie zum Kotzen. Aber eigentlich hat sie keine Ahnung von Musik. Sie hört nur die Platten, die ihre Redakteure ihr ans Herz legen.

Musik gehört gefühlt

In keinem Interview hat sie jemals Fragen nach dem Einsatz des Schlagzeugs in Song X oder der Vertracktheit des Basslaufs in Lied Y gestellt. Musik gehört für "Frollein Kuttner" nicht analysiert, sondern gefühlt - und dann für gut oder schlecht befunden. In die Show eingeladen wird nur Gutes. Das wird dann abgefeiert und bejubelt - und noch mal in die Sendung geladen. In nur sieben Monaten Showgeschichte hat Sarah Kuttner es geschafft, dreimal Virginia Jetzt! einzubestellen, doppelt gemoppelt traten Tele, Juli, Slut, Teitur, Bloc Party, Cake, Wir sind Helden, Mia und Adam Green in Erscheinung. Nicht dass Redundanz im Musik-TV etwas Besonderes wäre. Aber Sarah Kuttner leistet sich die Befriedigung ihres eigenen Geschmacks mit einem Narzissmus, der die Wiederholung nicht als Gefahr für die Quote sieht, sondern nur als immer wieder geführten Beweis, dass das Gutgefundene einfach gut zu finden ist.

Ob MTV/Viva-Chefin Catherine Mühlemann als quotenversessene Programmglattbüglerin diese manchmal wundervoll autonome, manchmal aber eben allzu postpubertäre Selbstbehauptungsorgie langfristig im Programm haben will, ist fraglich. Zunächst wird ein Vertrag über 140 Sendungen Kuttner bei Viva noch bis in den Sommer bringen. Für das Danach steht der WDR Gewehr bei Fuß: Im Februar wurde eine Pilotsendung mit ihr produziert, "in Richtung junges Kulturformat". Über Details wird geschwiegen, "Gespräche werden geführt". Noch darf Sarah Kuttner ihre Suppenkasperwunschwelt Wirklichkeit werden lassen. Beim Öffentlich-Rechtlichen wird sie nicht mehr nur "Ich will" und "Ich finde" krähen können und ihre schwarz-weiße Welt hoffentlich grau schattieren müssen. Dann darf sie liebend gerne ab und an etwas entdecken, was laut gebrüllte Gutfinderei wirklich brauchen kann.

taz Nr. 7613 vom 12.3.2005, Seite 17, 281 Zeilen (TAZ-Bericht), KIRSTEN RIESSELMANN


...wir bzw ich wink werde(n) ja sehen was daraus wird!



EDIT by me:

leshow.de wrote:
Le Show macht Frühlingspause

Überraschend kündigte Sarah in der heutigen Sendung eine zweiwöchige Frühlingspause für die Show an. Weiter geht's dann also wieder am 30. März um 21:15 Uhr


Für manche schön und für andere nicht.

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PostPosted: 15.03.2005 10:21 Reply with quoteBack to top

Quote:
«It´s a fucking Kuttner Show»
Viva-Sprachrohr Sarah Kuttner präsentiert umjubelte Lieblingsband-Revue

Berlin (ddp-bln). Auf der Bühne prangt, aufgespannt auf fünf mal fünf Metern, ihr Markenzeichen: der weiße ausgefranste Stern auf schwarzem Grund. Irgendwie chic, aber betont un-perfekt, dadurch «cool» - so wie Viva-Showfrau Sarah Kuttner. Monatelang hat sie ihrem großen Tag «in freudiger Erregung» entgegengefiebert, jetzt ist es soweit: «Kuttner on Ice - Die Revue zur Show» mit vier ihrer Lieblingsbands geht los. Reichlich beklatscht tritt die kleine Kuttner am Sonntagabend in Berlin vor 3500 Fans: «Ich bin sicher, dass ihr das nur macht, damit ich weine», sagt sie gerührt.

Sie wollte «etwas Glitzerndes», etwas, «dass toll und prätentiös und nach Glamour klingt». Weil die 26-Jährige dabei an «Holiday on Ice» denken musste, war der Name «Kuttner on Ice» geboren. Während ihre T-Shirts - nicht die der Bands - hinten in der ausverkauften Columbiahalle reißenden Absatz finden, hält sich Kuttner zurück. Die Quasselstrippe mit den frechen Sprüchen moderiert nur an. Schlittschuhe braucht niemand, und die «Revue» entpuppt sich als geradezu rauschendes Fest.

Schon The (International) Noise Conspiracy («Capitalism stole my Virginity») aus Schweden sorgen mit explosivem, rotzigen Punk-Soul-60´s-Rock für viel Gehüpfe und Geschiebe. Dann präsentiert Kuttner Moneybrother - «ein Künstler, von dem jeder genervt ist, dass ich ihn so toll finde». Genervt ist aber niemand von seinem bläsergestützten, blutend-pathetischen Schnodder-Soul-Pop. Bei rasanten Tempo- und Stilwechseln zwischen 50er-Jahre-Abschlussball-Klängen und Uptempo-Gitarrensalven kennt das Publikum kein Halten mehr - und bekommt ein schönes Kompliment. «Wir sind seit zwei Jahren auf Tour. Aber wisst ihr was? Das ist unser erster Gig.» Seifenblasen fliegen.

Da Viva das Event zwar präsentieren, aber nicht organisieren wollte, hat die Ostberlinerin Kuttner ihr «musikalisches Glücklichmach-Paket» im Alleingang vorbereitet. «Ich mache ein Konzert, wollt ihr kommen?», fragte sie die Bands. «Alle haben sofort zugesagt.»

Jetzt hat sie Neuigkeiten: «Ich habe hinter der Bühne Leute getroffen, die wegen Euch geheult haben. Das geht mir wirklich ans Herz.» Mit Mando Diao folgt auf dem Fuße ungeschliffener, melodiöser Rock´n´Roll, mal leise mit Hammond-Orgel und Elvis-Vibrato, mal mit lautem Gekreische. Schließlich sorgt Shootingstar Adam Green («Emily»), stilistisch irgendwo zwischen Johnny Cash und Velvet Underground, für offene Münder. Mit bassiger Stimme zum Wurlitzer-Piano singt er «Baby come Dance with me», und die Mädchen im Publikum fühlen sich reihenweise angesprochen: «Adam, ich will schwanger von dir werden!», ruft es.

Für Sarah Kuttner («She´s a lovely woman») spielt Green noch ihr Lieblingslied. «It´s a fucking Kuttner Show», sagt er wohlwollend. Dann geht ein Abend voller Stilbrüche zu Ende, mit vier Bands, die in keine Schublade passen. Das will auch Kuttner nicht, die seit vergangenem Sommer in ihrer Prime-Time-Show Rubriken wie «Stars parken ein» oder «Mist der Woche» unters Volk bringt. Die kesse Moderatorin, die sich in ihrer Sendung schon mal scherzhaft für den Grimme-Preis empfiehlt, wähnt mit ihrer Revue «die nächste Stufe» gezündet und kann es selbst kaum fassen: «Ich puller mir gleich in die Hose vor Freude.»

© Copyright ddp Nachrichtenagentur GmbH



Euch muss ich ja nicht fragen ob ihr da ward aber ich hätte liebend gerne mitgefeiert biggrin

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Kuttner On Ice: Punktsieg in Berlins jüngstem Battle

Sarah Kuttner lud zur eigenen Revue in die Columbiahalle und die Leute kamen zuhauf. Zu hören gabs großen Rock und eine Viva-Moderatorin, die sich den ganzen Abend über freute wie ein kleines Kind.

Berlin (mmö) - Am Ende hatte Sarah Kuttner allen Grund zur Freude. Hatte sie doch nicht nur eine formidable Rockshow auf die Beine gestellt, sondern auch noch einen Punktsieg in Berlins jüngstem Battle gelandet. Die Viva-Moderatorin war in der Wochenendausgabe der taz von einer Redakteurin über eine ganze Seite lang übel gedisst worden. Den Artikel, in dem die Schreiberin in einer der linken tageszeitung unwürdigen Art und Weise ihren persönlichen Antipathien gegenüber der kleinen Berlinerin freien Lauf gelassen hatte, nahm diese zum Anlass, darauf hinzuweisen, dass sei kein "Indienazi" sei, und dass es sie riesig freuen würde, wenn alle Welt den Moneybrother gut fände.
Die Tatsache, dass sie sich zur Stellungnahme genötigt sah, zeigt, dass ihr die Kritik nahe ging. Ob es besser gewesen wäre, über eine solche Niveaulosigkeit wie diesen Artikel einfach zu schweigen, darüber lässt sich sicher streiten. Der Erfolg gibt ihr dennoch Recht. Als die Kuttner um kurz nach 20 Uhr etwas verloren auf der großen Bühne der Columbiahalle steht, brandet ihr Applaus entgegen, als wäre sie bereits der erste Act. Sie genießt und besinnt sich dann wieder darauf, dass sie ganz schrecklich nervös ist. Die sympathische Schnauze bleibt heute ganz kleinlaut, fast schon unterwürfig gegenüber allen, die gekommen sind.

Ihr ironiefreier Dank löst sogar fast eine peinliche Berührtheit in der Halle aus, die The (International) Noise Conspiracy mit ihrem Revolution-Rock dann aber schleunigst aus dem Weg fegen. Leider sparen die Schweden das erste Album etwas aus, aber Dennis Lyxzén fährt mit Tanzeinlagen und flammenden Aufrufen zum Widerstand gegen das System das volle Programm.

Moneybrother vollzieht dann den bewussten Bruch und die mittlerweile pickepackevolle Columbiahalle versinkt in der souligen Schwermut des Wuschelkopfs. Er scheut die langsamen Nummern wie "It's Been Hurting All The Way With You Johanna" nicht, was ihm überhaupt nicht schadet. Leider ist der Sound etwas zu leise geregelt, doch beim Schwedenhappen Nummer Drei ändert sich das schlagartig.

Obwohl die Maulhelden von Mando Diao, wohl die Rockband der Stunde, Berlin bereits zum dritten Mal in knapp acht Wochen besuchen, gilt ihnen noch immer das ganz große Interesse. Zu Recht, denn die Spielfreudigen legen erneut eine Performance hin, die sich gewaschen hat. Obendrein kommen noch die bei den letzten beiden Gigs etwas vernachlässigten Stücke von "Bring 'Em In" zu neuen Ehren.

Als letzter Künstler des Abends betritt Kuttners besonderer Liebling Adam Green die Bühne und bringt die Columbiahalle allein mit seinen Tanzeinlagen zum Überkochen. Green, der vor kurzem ebenfalls zwei gefeierte Auftritte in der Stadt absolvierte, lässt kaum einen seiner Hits aus, überzieht mächtig und tritt sogar zu zwei Zugaben an. Wohl der Höhepunkt seines Gigs: Moldy Peaches-Kollegin Kimya Dawson, die zufälligerweise am selben Abend in Berlin aufgetreten ist, spielt zusammen mit Green den alten Moldy Peaches-Song "Who's Got The Crack".

Die ohnehin recht zügig über die Bühne gehenden Umbaupausen verkürzen unter anderem MTV-VJ Markus Kavka und Torsten von den Beatsteaks, die sich als DJs betätigten. Das Bild des Abends allerdings haben die meisten Leute gar nicht mitbekommen: im so genannten VIP-Bereich sitzt Sarah nach Ende der "Revue" zusammen gesunken und mal ein paar Minuten ganz allein für sich. Man kann zu dieser Frau stehen, wie man will, aber eines hat sie an diesem Abend geschafft: eine abwegige, ja fast schon bekloppte Idee verwirklicht, ihr Ding durchgezogen und (mit Hilfe ihrer Mitarbeiter) allen Anwesenden einen tollen Abend beschert.


(laut.de)

neutral

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Sarah Kuttner
Männer haben Angst vor mir
Von ILKA PEEMÖLLER

Die einen finden sie zu schrill, die anderen saustark – kaum eine andere deutsche Moderatorin polarisiert derzeit so sehr wie Sarah Kuttner (26). Dabei ist sie gar nicht nur laut und frech – VIVABamS traf die Berlinerin zum privaten Talk in Köln.'


Stimmt es, daß du dich selbst nie richtig gut findest?


Sarah: Nach einer Sendung finde ich mich nur zu 15 oder 20 Prozent richtig gut. Doch meine Selbstkritik bewahrt mich davor zu glauben, ich sei die Queen der Welt – so ’n Quatsch! Andererseits ist es anstrengend, daß ich mich nie richtig in Ordnung finde.


Wann findest du dich gut?

Sarah: Meine Talks finde ich meistens gut. Aber ich würde nie sagen: „Ey, in der Sendung war ich ziemlich lässig“ – dazu bin ich zu gut erzogen. Ich finde es nur blöd, wenn geschrieben wird: „Sarah mit der schrillen Stimme – wie anstrengend.“ Damit wurde ich nun mal geboren, soll ich mir jetzt die Stimmbänder operieren lassen?


Und wie anstrengend findest du dich selbst?

Sarah: Ich führe den ein oder anderen Kampf mit mir selbst, ich bin sehr emotional, dann kriege ich diese Körperwallungen: Wenn ich traurig bin, bin ich das unheimlich doll und fang’ sofort an zu weinen. Und wenn ich wütend bin, will ich sofort auf die Leute los – das ist für mich echt anstrengend.


Wie bist du sonst so privat?

Sarah: Ein echt netter Mensch, mir sind Freundschaften sehr wichtig. Eine Freundschaft ist wie eine Beziehung, nur ohne Sex. Wenn man einen guten Freund hat, hat man den ja auch so lieb, daß man ihn am liebsten nur umarmen möchte. Und es tut genausoweh, wenn man sich trennt – wie ich es im letzten Jahr von meiner besten Freundin getan habe.


Oh, was ist passiert?

Sarah: Es war schon länger auf einem absteigenden Ast, also habe ich wie in einer Beziehung Schluß gemacht. Der Auslöser war, daß sie sich nach meiner Grand-Prix-Moderation nicht gemeldet hat – und für mich war das echt das Wichtigste, das ich bis dahin gemacht hatte. Nach zwei Tagen Pause habe ich mich bei ihr gemeldet: Entschuldige, ich hätte schon gern gewußt, wie du es fandest!


Und was kam von ihr zurück?

Sarah: Die SMS „Wie arm bist du denn, daß du von mir jetzt Bestätigung haben willst?“. Dabei wollte ich von ihr gar nicht hören, daß ich geil bin. Ich brauche niemanden, der mich beklatscht. Ich frage nie, nie Freunde, wie sie mich fanden – aber ich wünsche mir Unterstützung! Das alles artete letztendlich in einen großen Streit aus. Und dabei bin ich sehr harmoniebedürftig und will, daß sich alle liebhaben.


Bist du gerade glücklich?

Sarah: Ich fühle mich gerade normal, neutral okay. Ich denke nicht, daß mein Leben wunderbar ist, aber ich kann nicht meckern.


Was fehlt dir zum totalen Glücklichsein?

Sarah: So cheesy das auch klingt: Liebe. Große Gefühle, Aufgeregt sein, am liebsten die Arbeit schwänzen wollen, weil man nur zu ihm will. Und das ist gerade eben nicht der Fall.


Meinst du, Männer haben Angst vor dir, weil du immer so eine große Klappe hast?

Sarah: Ja, aber das ist mir relativ egal, mit solchen Männern will ich sowieso nicht zusammensein!


Macht dich denn keiner an?

Sarah: Kaum, das liegt wohl daran, daß ich im Fernsehen bin. Ich würde ja auch nicht Günther Jauch ansprechen: Ich habe meine Nummer verloren – kann ich deine haben? Aber viele denken, daß sie mir beim Kennenlernen eins auf die Mütze geben müssen, weil ich so frech bin. Hello? Das passiert immer wieder, weil die wohl glauben, daß ich das will.


Checker kommen dir also nicht ins Haus.

Sarah: Er soll einfach er selbst sein. Wenn Leute auf Krampf etwas sein wollen, finde ich das so unsexy! Ich merke es sofort, wenn einer eine Rolle spielt, ich bin eine Hobbypsycholgin.


Willst du alle durchleuchten?

Sarah: Ich will das gar nicht, ich mach’ das einfach. Ich finde Leute doof, die immer so cool tun. Man soll seine Emotionen ruhig ausleben. Ich habe schon häufig eine Sendung mit „Heute habe ich schlechte Laune“ begonnen. Natürlich würde ich da nicht weinen, weil ich Liebeskummer habe – das wäre mir unangenehm.


Wie gehst du denn mit solchem Schmerz um?

Sarah: Liebeskummer ist der schlimmste Schmerz, ich mach’ den mit mir selber aus. Ich weiß ja alle Fakten, ich habe eine Latte von Möglichkeiten und muß mich nur entscheiden.


Was war dein schlimmster Liebeskummer?

Sarah: Ich wurde kurzfristig überraschend verlassen, da stand ich dann mit bebender Unterlippe bei Mama vor der Tür. Und als sie das Kind umarmte, brach es aus mir raus. Sie gab mir einen Grappa, obwohl ich ja sonst nie Alkohol trinke. Der beruhigte wirklich und danach saß ich benebelt und weinend vor ihr. Ich kann mich unheimlich schnell verknallen, dieser Emo-Kram passiert häufig bei mir, den lebe ich dann in seiner vollen Länge aus. Ich bin kein Stein, man kann mich unheimlich schnell zum Weinen bringen.


Hast du schon mal mit jemandem zusammen gewohnt?

Sarah: Nein, ich glaub’ auch nicht, daß das gut wäre, aber trotzdem gefällt mir die Idee. Mein letzter Freund – mit ihm hatte ich eine Fernbeziehung – hatte in meiner Wohnung in Berlin eine Zahnbürste. Das fand ich total toll und romantisch: Unsere Zahnbürste, unser Auto . . .


. . . und „unsere Eheringe“?

Sarah: Dieses Eheversprechen ist doch so mies! Man muß sich das ja schwören – und da kann man doch nur verlieren! Man sollte es in „solange ihr euch liebhabt“ ändern. Jeder bescheißt sich doch damit, denn die Chancen, daß das wieder auseinandergeht, sind doch groß. „Bis daß der Tod euch scheidet“ setzt einen doch unter Druck. Ach, ich würde so gern mal nur aus Spaß in Las Vegas heiraten.


Wie Britney Spears . . .

Sarah: Ich fand es toll, daß Britney geheiratet hat und sich am nächsten Tag wieder scheiden ließ. Die Idee von einer Hochzeit finde ich sehr romantisch: das Jasagen, das Verkleiden und die Torte. Aber ich wüßte echt nicht, warum man das machen sollte, außer wegen der Romantik oder der Steuervorteile . . .

„Sarah Kuttner – die Show“ läuft mittwochs und donnerstags um 21.15 Uhr live auf VIVA.


(bild.de)

biggrin lach biggrin

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Quote:
Hier die zehnte Ausgabe von Sarahs Kolumne aus der SZ!
Quote:
DIE SARAH-KUTTNER-KOLUMNE

Deadpan-Technik
Sarah mag Bill Murray


An dieser Stelle beantwortet die TV-Moderatorin Sarah Kuttner jede Woche unsere Fragen. Wenn du auch eine Frage hast,schicke sie an sarah@jetzt.de.

Am Wochenende war die Kuttner-on-Ice-Show in Berlin. Wie vermeidet man nach einem solchen Fest einen Kater?
Nicht trinken! Klingt verrückt, aber es hilft tatsächlich. Ansonsten hilft es auch, wenn man es unterlässt, sich harte Gegenstände gegen den Kopf zu hauen und - sofern man es im Rahmen eines gelungenen Events für unerlässlich hält, sich harte Gegenstände gegen den Kopf zu hauen - vorher einen Helm anlegt. Die Typen von Mando Diao beispielweise haben backstage alle Helme getragen. Typisch für die neue Generation aufstrebender Gitarrenrocker: auf der Bühne voll den Larry raushängen lassen, aber hinter der Bühne behelmt rumlaufen.
Warum haben wir eigentlich noch gar nicht über Joschka Fischer gesprochen?
Haben wir doch letztens. Ihr meintet: „Sarah, was sagste eigentlich zu Joschka Fischer?“ Darauf ich: „Finde es auch unfair, dass er aufgrund eines abgelaufenen Visums nicht mehr aus dem Toskana-Urlaub zurück ins Land reisen darf.“ Da meintet ihr, ich hätte wohl nicht ganz verstanden, worum es geht. Das Problem bei der Fischer-Debatte ist, dass ich eigentlich eine „Wir wollen doch mal alles nicht so verkniffen sehn“-Attitüde durch die Welt schleppe, die bei politischen Debatten aber selten geschätzt wird. Da springt einem immer irgendein Auskenner auskennerisch ins Gesicht und brüllt „Verantwortungslosigkeit“ und „Wenn das alle machen würden“. Mir fehlt in solchen Fällen eindeutig die Leidenschaft zur Empörung.
Bill Murray kommt am Donnerstag als Tiefseetaucher Steve Zissou ins Kino.
Ein Freund von mir hat in der Küche ein Bill-Murray-Foto hängen, auf dem jener ein T-Shirt mit der Aufschrift „Never Question Authority“ unter seinem typischen Bill-Murray-Gesicht trägt. Er findet allein dieses Foto schon so komisch, dass er täglich mehrfach vor diesem Bild in hysterisches Gelächter ausbricht. Tatsächlich ist Bill Murray eine äußerst angenehme komische Erscheinung, was wohl auch daran liegt, dass er die Deadpan-Technik (absolute Gesichtskontrolle beim Darbieten von Lustigkeiten) perfektioniert hat und stets von einer gewissen tragischen Aura ummantelt ist.
Warum ist Bill Murray entspannter als Joschka Fischer?
Liegt vielleicht daran, dass Fischer besagte Deadpan-Technik nicht zu nutzen weiß. Vielleicht aber auch nur daran, dass er Deutscher ist, also einem Volk zugehörig, dass sich allenfalls dann in entspannte Zustände versetzen lässt, wenn entweder Gottschalk, Jauch, Otti Fischer oder alle drei gleichzeitig aufkreuzen. Habe über Bill Murray gelesen, dass
es ihm vor allem deshalb so gut gehe, weil niemand in Hollywood seine Telefonnummer hat. Vielleicht sollte sich Fischer zwecks Stressvermeidung am Telefon häufiger verleugnen lassen („Sorry, Joschka hört gerade diewieder veröffentlichten Rio-Reiser-CDs durch, und danach muss er mit Gottschalk, Jauch und Otti F. zum Entspannungskegeln“).
Hilft dir T9 beim SMS-Tippen?
Oh, and how it does. Gazellengleich lasse ich meine Finger über die Tasten tanzen, und das dazugehörige Knickerknacker ist allen Umsitzenden stets eine innere Abi-Abschlussparty.
„Verliebt in Berlin“ und „Berlin, Berlin“ laufen erfolgreich. Sollen mehr Vorabendserien in der Hauptstadt spielen?
Ihr habt „Kanzleramt“ vergessen, die sympathische Berliner Polit-Soap, aus der man jetzt noch schnell panisch den Joschka-Fischer-Part rausschreiben muss. Ansonsten: Ja, so 40 bis 50 weitere Berlin-Serien sollten schon noch drin sein. Aber auch andere Städte brauchen zwecks Herstellung lokaler Identifikation eigene Serien: „Totaloperiert in Hückeswagen“, „Hackedicht in Oer-Erkenschwick“, „Angespuckt in Bottrop“. Hier liegt die Verantwortung bei den jeweiligen Kultusministerien.
„Sarah Kuttner – die Show“ läuft mittwochs und donnerstagsum21.15 Uhr auf Viva.


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Süddeutsche Zeitung/Jetzt.de; Ausgabe vom 15.03.2005



„Totaloperiert in Hückeswagen“ + „Hackedicht in Oer-Erkenschwick“ + „Angespuckt in Bottrop“ = sind echt coole Namen für Serien, und man kann so viel hinein interpretieren lach


Quote:
Hier die elfte Ausgabe von Sarahs Kolumne aus der SZ!
Quote:
DIE SARAH-KUTTNER-KOLUMNE

Pauschal!
Frau Kuttner reist schnell


Passend zur Reiseseite beantwortet die TV-Moderatorin Sarah Kuttner nur Reisefragen. Wenn du auch eine Frage hast, schicke sie an sarah@jetzt.de.

Wie organisierst du deinen Urlaub: im Internet oder im Reisebüro, oder fährst du einfach los?
Na, ich seh’ schon: Wir werden dieses Mal viel Spaß miteinander haben. In Fragen des Verreisens bin ich nämlich der unromantischste Gesprächspartner, den man im Boot sitzen haben kann. Ich organisiere
meinen Urlaub im Internet. Wobei: Zu organisieren gibt’s da nicht viel. Frau Kuttner reist nämlich pauschal! Ja, ich habe das böse Wort benutzt: Pauschal, pauschal, pauschal. Einfach drauf los fahren, das ist gar nichts für mich, da ich seit jeher skeptisch auf Menschen reagiere, die in zwölf Stunden nach Italien durchbrettern und sich dort nachts in einem Gasthof einquartieren, wo man vorm Abendessen den Wein noch mit den eigenen Füßen selbst stampfen muss. Diesen Menschen fehlt es augenscheinlich
an haptischen Alltagserfahrungen. Oder an einem eigenen Weinberg. Auch bin ich enorm ungeeignet für Besichtigungen aztekischer Etrusker-Kathedralen. Die guck ich mir lieber in handlichen NDRKultur-Beiträgen an. Vielleicht.
Ist Reisen mit den eigenen Eltern unterschätzt?
Nein. Das Reisen mit fremden Eltern ist unterschätzt. Ich könnt’s mir ganz launig vorstellen, mit den Eltern von Günther Jauch in Urlaub zu fahren und am Pool liegend mal zu klären, ob der Günther schon immer so viel gefragt hat.
Wie reist du am liebsten?
Mit dem Flugzeug. Fortbewegung ist bei mir nie von Genuss begleitet, mir geht es alleinum Schnelligkeit. Ein unpopulärer Standpunkt, gewiss, aber in Reiseangelegenheiten liegt mir Ranschmeiße noch ferner als etruskische Weinstampferei.
Was spricht für einen All-inclusive-Urlaub in einem Ferienclub?
Für mich so einiges, wie man sich nach den oben getätigten Äußerungen denken kann. Mir ist klar, dass sich einige Individualfetischisten angesichts meiner Vorlieben winden werden, aber ich liebe es,
in großen Speisehallen inmitten plärrender 23-köpfiger Hochhausfamilien zu essen. Allerdings: Für Clubprogramme und bunte Pool-Abende, die als eine Mischung aus Kindergeburtstag, Bundeswehr und Popstar-Casting konzipiert sind, bin ich nicht zu gewinnen. Ich sitze dann lieber im Hotelzimmer und gucke im TV spanische Kuppelshows.
„Sarah Kuttner – die Show“ läuft mittwochs und donnerstagsum21.15 Uhr auf Viva.


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Süddeutsche Zeitung/Jetzt.de; Ausgabe vom 21.03.2005


biggrin




EDIT Habe die Kolumne vom 15.03.2005 noch hinzugefügt happy

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PostPosted: 30.03.2005 13:10 Reply with quoteBack to top

Quote:
Hier die dreizehnte Ausgabe von Sarahs Kolumne aus der SZ!
Quote:
DIE SARAH-KUTTNER-KOLUMNE

Steinzeit-Hochzeit ältesten Schülerkabarett Deutschlands
Charles, Camilla und der Rest

Die TV-Moderatorin Sarah Kuttner beantworter hier jede Woche unsere Fragen. Wenn du etwas wissen möchtest, schicke deine Frage an sarah@jetzt.de.

In dieser Woche, am Sonntag, wird das Jahr 100 Tage alt. Lust auf eine Bilanz?
Bisher war doch alles recht glamourös. Es gab bestochene Schiedsrichter, auf bizarre Weise ums Leben gebrachte Modezare, eine neue Glanzperiode für Michael-Jackson-Imitatoren, eine neue Rekord Arbeitslosenzahl, einen Außenminister mit Einreiseproblemen, eine Regierung mit Regierungsproblemen – da lassen sich viele tolle Jahresrückblicke mit Günther Jauch draus stricken. Musikalisch gibt sich das Jahr bislang durchwachsen: Moneybrother hat ein Jahrzehnt-Album veröffentlicht, Adam Green verflachte etwas in Selbstironie, Fettes Brot enterten Ballermannterrain, und Peter Maffay ist auch wieder da.
Und bitte ein Ausblick auf die kommenden 265 Tage.
Ich rechne mit einer Regierungsübernahme durch eine CDU/FDP-Koalition noch vor dem Herbst. Allerdings wird ihnen erst dann auffallen, dass sie weder einen Kanzlerkandidaten noch brauchbare Ideen haben. Ebenfalls im Herbst werden die folgenden noch relativ unbekannten Künstler mittelgewichtige Popstars sein: Madsen, The Bravery, Arcade Fire und Sven Schuhmacher.
Charles und Camilla heiraten. Wofür ist das bedeutsam?
Charles und Camilla dürfte die Sache schon sehr am Herzen liegen. Finde diese Beziehung ja rührend und sehe in den beiden – ähnlich wie in dem bedauernswerten Michael Jackson – ein all zu leichtes Opfer für drittklassige Comedyhirnis.
Auf wessen Hochzeit wartest du?
Da gibt es viele: Ben Stiller und Owen Wilson, Sido und Jeanette, ich und Moneybrother, Blank & Jones, Wald & Wiese . . . Ach, eigentlich finde ich Hochzeiten herrlich uninteressant. Zumal immer mehr Menschen dazu übergehen, ihre Verzweifachung penetrant eigenwillig zu feiern. Von daher mein Tipp – halten Sie sich fern von Ritter-, Steinzeit- und Tiefsee-Hochzeiten. Außerdem zu meiden sind Hochzeiten, bei denen Michael Jackson-Imitatoren auftreten.
Was wird besser?
Nachdem ich mich wie eine Besessene in den Haushalt der „Six Feet Under“-Protagonisten eingearbeitet hatte, war ich anfangs wenig beeindruckt von der ebenfalls hoch gelobten Schönheitschirurgen Serie „Nip/Tuck“. Mittlerweile (just nach Ende der ersten Staffel) bin ich aber Fan. Habe mittlerweile auch selbst begonnen, zu Hause kleinere Eingriffe bei Freunden vorzunehmen und erst kürzlich gelang mir eine tolle Nase. Allerdings an des Operierten Knie.
„Sarah Kuttner – die Show“ läuft mittwochs und donnerstags um 21.15 Uhr auf Viva.


___
Süddeutsche Zeitung/Jetzt.de; Ausgabe vom 04.04.2005




Quote:
Gäste der Woche sind am

Mittwoch, 13. April
Im Talk: Mario Barth
On Stage: Wir sind Helden

Donnerstag, 07. April
Im Talk: Oliver Kalkhofe
On Stage: Sarah Bettens

(viva.tv)


aaaahhhh Mario is in da House.. das wird bestimmt witzig lach

Außerdem genießt die Site von Frau Kuttner ein neues Design wink

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PostPosted: 13.04.2005 11:40 Reply with quoteBack to top

Quote:
Mittwoch, 13. April
Im Talk: Roger Willemsen, der Buchautor, TV-Veteran, Interview-Großwesir und persönlicher Show-Freund der ersten Stunde macht es sich auf dem gemütlichen Kuttner-Talkmöbel bequem.
On Stage: Ezio, die Italo-Briten mit toller melancholischer Musik für den früh-erwachsenen Melancholiker in uns allen

Donnerstag, 14. April
Im Talk: Nora Tschirner, die liebenswerte MTV-Schnodderschnauze und weibliche Hauptdarstellerin des Döner-Schockers "Kebap Connection"

(viva.tv)


Nora Tschirner kommt, die Vjane die Jessica damals bei MTV Select interviewt hat

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PostPosted: 16.04.2005 14:09 Reply with quoteBack to top

Quote:
Leute die die nächste Woche dabei sind:
Mittwoch, 20. April
Im Talk: Armin Rohde und Lisa Maria Pothoff
On Stage: Rufus Wainwright

Donnerstag, 21. April
Im Talk: Ann-Kathrin Kramer
On Stage: Patrice

(viva.tv)

Naaaaja mal sehen wie das wird!? gruebel

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PostPosted: 22.04.2005 12:09 Reply with quoteBack to top

Quote:
Hier die vierzehnte Ausgabe von Sarahs Kolumne aus der SZ!
Quote:
DIE SARAH-KUTTNER-KOLUMNE

Desperate Ministers Ende des Tunnels
Eine Fernsehserie für Joschka

Die TV-Moderatorin Sarah Kuttner beantworter hier jede Woche unsere Fragen. Wenn du etwas wissen möchtest, schicke deine Frage an sarah@jetzt.de.

Ab heute soll ein neuer Papst gewählt werden. Irgendwelche Vorschläge?
Theoretisch darf jeder Mensch römischkatholischen Glaubens gewählt werden, was zwei Mitglieder meiner Redaktion dazu bewogen hat, aussagekräftige Unterlagen einzureichen. Das oberste Gebot sollte lauten: Fliege verhindern. Aber derzeit sieht es ja so aus, als ob ein anderer Deutscher siegreich aus dem Papst-Casting hervorgehen könnte. Ein Bayer noch dazu, und die Bayern können derzeit generell Zuspruch gebrauchen. Allerdings muss auch Ratzinger alle Stationen des Papst-Castings durchlaufen: weiße Tauben aufsteigen lassen, aus einem kleinen Fenster rauswinken, Flugplatzimitations-Felder küssen, so was. Ich glaube, der Mann könnte das schaffen.
Wir haben noch gar nicht über Feinstaub gesprochen.
Das ist ein schönes Hype-Thema. Aber ärgerlich ist es schon, wenn man morgens erst mal sein Auto aus einem Feinstaub-Hügel ausgraben muss. Auch stört die Husterei auf der Straße beim Ausfüllen der Bewerbung fürs Papst-Casting.
Was sollte manüber die TV-Serie „Desperate Housewifes“ wissen?
Sexuell verwirrte Hausfrauen sind sicher ein interessantes Objekt. Weitaus interessanter als sexuell verwirrte Sparkassenbeamte oder sexuell verwirrte Außenminister. Habe aber gerade der Firma HBO eine Wunschliste mit von mir favorisierten Serienplots geschickt. So habe ich Stories entwickelt über familiäres Gerangel in einer LKW-Fahrer-Dynastie, die Geschichte eines verwirrten Musikproduzenten, der zwanghaft seine eigenen CDs kauft und – mein Favorit: ein 5-Teiler über Mord und Totschlag hinter den Kulissen einer Musik-TV-Show.
Joschka Fischer tritt demnächst vor dem Untersuchungsauschuss auf.
Ich hoffe für ihn, dass nicht auch noch auffliegt, dass er durch eine Nachlässigkeit das Vorgehen der CD-Aufkäufer-Mafia begünstigt hat. Überhaupt sind durch ihn auch erst die ganzen kriminellen Feinstaub-Verbreiter ins Land geraten. Ansonsten freuen sich ja alle auf den Ausschuss, sogar Joschka Fischer, auch wenn er durch seine diversen Ausschuss-Showcases sicher diverse Folgen von „Desperate Foreign Ministers“ verpasst.
Was wird besser?
Ich hatte letzte Woche erstmals in diesem Jahr keine Strumpfhose an. Wäre ich hauptberuflicher Bankausräuber, wäre das eine schlechte Nachricht. Daich aber nur eine junge Frau mit starken Sommer-Sympathien bin, ist es eine gute . . .
„Sarah Kuttner – die Show“ läuft mittwochs und donnerstag um 21.15 Uhr auf Viva.


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Süddeutsche Zeitung/Jetzt.de; Ausgabe vom 19.04.2005



Quote:
Gäste nächster Woche
Mittwoch, 27. April
Im Talk: Survival-Papst Rüdiger Nehberg ODER Elton & Simon (??)
On Stage: Sugarplum Fairy performen "Sweet Jackie"

Donnerstag, 28. April
Im Talk: Julia Jentsch und Fabian Hinrichs erzählen von ihrem Film "Sophie Scholl"
On Stage: Funny van Dannen gibt "Nebelmaschine" zum Besten

(viva.tv)

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PostPosted: 10.05.2005 11:21 Reply with quoteBack to top

Quote:
So, nachdem ich ausgiebig und über alle Maßen den Vatertag gehuldigt und zelebriert habe, bin ich nun nach längeren Diskussionen mit Programmchef, Redaktion, meinem Vater, dem Papst und dem Anwalt von Michael Jackson bereit die täglichen Arbeiten an der Show wieder aufzunehmen. Glücklicherweise macht Sven Schuhmacher auch mit und es gibt auch ein bis zwei Gäste die kommen. Für diese Woche haben sich angemeldet: Mittwoch auf der der Bühne Kettcar und im Gespräch Tommy Ramone, am Donnerstag Madsen auf der Bühne und Armin Maiwald im Gespräch. Das sollte reichen um Euch fancy Party-People krass hot auf das Style-Event zu machen. Ich bin es jedenfalls.
(Sarah Kuttner @sarah-kuttner.de)

Es geht weiter... MORGEN ^^

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PostPosted: 16.05.2005 14:07 Reply with quoteBack to top

Quote:
Kinder, sperrt Eure Eltern ein und leint die Großeltern an: „Sarah Kuttner - die Show“ wird 100!!! Erleben Sie mit uns am 18. Mai ab 21.15h den großen ruhmreichen Gala-Marathon voller Tränen, warmer Gefühle, spektakulärer Show-Höhepunkte und eimerweise Kunstblut. Zuerst: die 100. Show mit eimerweise Überraschungen zum mit-nach hause-nehmen Und danach als Bonustracks: 2 Stunden lang die spektakulärsten Höhepunkte der letzten 99 Sendungen Sowie ein 1stündiges Special mit den besten Live-Auftritten. Vergessen Sie Stars in der Manege, Woodstock und die Einweihung der Fußgängerzone von Leverkusen! "Sarah Kuttner - die Show" feiert, und Ihr feiert gefälligst mit! Chips und warmer Kakao werden von uns gestellt - ich bitte allerdings um das Mitbringen von Girlanden, Konfetti und aufblasbarer Sexpuppen.

(sarah kuttner @sarah-kuttner.de)

Die Show wird 100!! Tja und ich muss gestehen das ich alle Sendungen gesehen habe lach

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PostPosted: 21.05.2005 13:55 Reply with quoteBack to top

leShow.de wrote:
Aufstehen, aufeinander zugehn
Was lange währt wird endlich gut. Nach der sensationellen Videopremiere von " Aufstehn, aufeinander zugehn" in der Show vom 19. Mai gibt es ab übernächster Woche (dem 30.5.) endlich auch die Single zu kaufen. Informationen gibt es auf der Seite von BMG, vorbestellen kann man die Single bei Amazon.


Das Lied ist echt Hammer wink


EDIT

Quote:
„Kann mir jemand die Akkorde von Svens Lied geben?“
„Kann man das irgendwo downloaden?“
„Macht doch da ne schicke Platte draus!“

Wer hätte das gedacht, steht doch tatsächlich ab dem 30.05.2005 Sven Schuhmachers Interpretation von Clemens Bittlingers „Aufstehn, aufeinander zugehn“ in den Plattenläden. Ich gebe zu, wir sind selbst etwas überfordert. Muss man sich ab jetzt anders geben oder gar anders kleiden? Niemand von uns ist darauf vorbereitet bei pompösen Plattenfirmen-Sektempfängen rum zu sitzen. Welche Gabel war noch mal für die Vorspeise? Wie bindet man sich zum Teufel eine verdammte Krawatte und was ist die beste Antwort auf „Wie seid ihr eigentlich zur Musik gekommen?“?. Wir haben Angst. Nackte Angst. Und ein Video. Es läuft 2x täglich auf VIVA und ist auf www..viva.tv/dieshow auch online zu sehen. Der eine oder andere mag jetzt im Wohnzimmer auf dem Sofa sitzen und rufen: „Kommerz! Schweinerei! Geldmacherei! Untergang des Abendlandes! Fast Forward fand ich eh immer besser!“. Ich stimme zu und gebe zu bedenken: das kratzt uns nicht. Notfalls kaufen wir in alter, aber gut bewährter David Brandes-Manier ordentlich mit.

(sarah kuttner @ sarah-kuttner.de)

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PostPosted: 25.05.2005 11:52 Reply with quoteBack to top

So jetzt gibt es was auf die Augen lach
Sehr schöne beantwortung der Fragen gepackt in einer Kolumne....

Quote:
Hier die 15te Ausgabe von Sarahs Kolumne aus der SZ!
Quote:
DIE SARAH-KUTTNER-KOLUMNE

Bollerige Jungs mit dem IQ von Roger und Maxim

Hier beantwortet die TV-Moderatorin Sarah Kuttner jede Woche unsere Fragen. Wenn du auch etwas wissen willst, schreibe eine Mail mit deiner Frage an sarah@jetzt.de. Ihre Show läuft mittwochs und donnerstags um 21.15 Uhr bei Viva.

Sollte man mit 20 noch ein Kuscheltier besitzen?
Nein. Niedlichkeits-Fetischismus sollte mit fortschreitendem Alter anders ausgelebt werden. Zum Beispiel durch das Hören von Moby-Platten.
Was sind die besten Schuhe für den Sommer?
Bin nach wie vor Flip-Flop-Verfechter. Da im Sommer aber alle mit Flip-Flops durch die Gegend latschen, kommt es langsam aber sicher zu einer bedenklichen Vereinheitlichung des sommerlichen Ganges. Soll heißen: alle schlappen in einem identischen Zombie-Gang durch die Parks. Daher sollte man in seiner Restklamottenwahl einigermaßen originell vorgehen und ruhig mal einen grünen Leder-Overall mit einem blauen Fransenhut kombinieren.
Was kann man kochen, wenn man einen befreundeten Jungen rumkriegen möchte?
Nichts zu Schweres jedenfalls, dann hängen die Typen immer so bollerig in der Sitzecke rum. Ich muss allerdings sagen, dass ich den Zusammenhang zwischen Kulinarik und Petting für überschätzt halte. Das gemeinsame Reparieren einer Waschmaschine kann Menschen mindestens ebenso gut einander nahe bringen. Oder man umläuft unter lautem Lachen stundenlang einen Kleiderständer und sinkt sich dann ermattet in die Arme.
Angeblich geht der IQ bei Menschen zurück, die zu oft Kurzmitteilungen auf dem Handy schreiben. Das hat eine neue Studie rausgefunden.
Das habe ich auch gehört. Schlimm. Und angeblich soll Kiffen im Direktvergleich weniger als halb so gefährlich für die Birne sein. Was aber, wenn, sagen wir, Roger Willemsen auf seine alten Tage mit dem SMS-Schreiben anfängt und, sagen wir, seinem Brieffreund Maxim Biller regelmäßig seine liebsten ErotikGedicht-Passagen rüberschickt? Setzt dann auch bei solchen Hirnleuchten eine Verrohung der Denkmasse ein? Ich möchte aber in Zukunft auch den negativen Einfluss von zu engen von-Dutch-Käppis, Aggro-Berlin-Platten und „Nur die Liebe zählt“ Sendungen auf den Intelligenzquotienten untersucht wissen.


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Süddeutsche Zeitung/Jetzt.de; Ausgabe vom 02.05.2005




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Hier die 16te Ausgabe von Sarahs Kolumne aus der SZ!
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DIE SARAH-KUTTNER-KOLUMNE

Badminton & Barbecue
Was Spaß macht und schmeckt


An dieser Stelle beantwortet die TV-Moderatorin Sarah Kuttner jede Woche unsere Fragen. Wenn du auch etwas von ihr wissen möchtest, schicke eine Mail mit deiner Frage an sarah@jetzt.de. Ihre Show läuft mittwochs und donnerstags um 21.15 Uhr auf Viva.

Welchen prominenten Kopf sollte man sich aufs T-Shirt drucken lassen?
Keinen. Prominente Köpfe sind per Definition genug bekannt und nicht auf das Herabgrinsen von T-Shirts angewiesen. Was soll es auch schon sagen, wenn man eine bekannte Rübe textil spazieren trägt: Ich find den gut? Ich möchte sein wie der? Ich habe zwar selbst auch schon bekannte Gesichter auf der Oberbekleidung ausgeführt, eigentlich ist das aber eine blöde Form jugendlichen Brauchtums. Unprominente Köpfe auf T-Shirts sind da deutlich verwegener. Ein T-Shirt mit dem Antlitz eines geschätzten Taxifahrers oder der eigenen Mutter öffnet ungleich interessantere Gesprächstüren als die Visage von, sagen wir, Kurt Cobain.
Der heutige 9. Mai ist Europatag. Welches europäische Land ist dir das liebste?
Da bin ich leidenschaftslos und kann daher ganz europäisch antworten: alle Länder haben ihren Reiz. Man sollte überall mal gewesen sein, am besten täglich. Am besten, man leiht sich eine britische Arbeiterklassenkomödie aus der Videothek aus, zieht sich sein italienisches Designer-Stirnband an, kocht sich ‘ne Paella und bildet später auf dem Balkon mit seinen luxemburgischen Freunden eine menschliche Nachbildung der Akropolis.
Hast du jemals das Deutsche Sportabzeichen gemacht?
Nein. Ich habe meine Sportlerkarriere bereits im Alter von 15 Jahren beendet. Einfach um mehr Zeit zum Nachdenken zu haben. Allerdings hat mich zuletzt wieder eine übel riechende Mischung aus schlechtem Gewissen und Einsicht auf einen Badminton-Platz getrieben. Badminton ist okay, weil tatsächlich so etwas wie Spaß aufkommt und man währenddessen vergisst, dass man Sport treibt. Bei der deutschen Fußballnationalmannschaft ist das ähnlich. Die vergessen beim Rumbolzen auch immer, worum es eigentlich geht.
Dein Lieblingsprodukt, das man beim Metzger kaufen kann?
Rinderfilet. Ich bin glückliche Besitzerin eines George-Foreman-Grills. Der lässt einerseits ein mildes Barbecue-Gefühl durch die Küche wehen, presst andererseits aber auch äußerst effekthascherisch das Fett aus dem Fleisch. Die definitiv beste Erfindung, die je von einem Mann ersonnen wurde, der sein Geld früher damit verdient hat, anderen die Hirse zu Brei zu kloppen. Welchen früheren Beruf mein Metzger ausgeübt hat, weiß ich nicht, aber wie gesagt: er hat tolle Rinderfilets. Ich würde mir sofort eins seiner Rinderfilets aufs T-Shirt drucken lassen.


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Süddeutsche Zeitung/Jetzt.de; Ausgabe vom 09.05.2005




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Hier die 17te Ausgabe von Sarahs Kolumne aus der SZ!
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DIE SARAH-KUTTNER-KOLUMNE

Schönschrift mit den Sternenkriegern
Warum Sonntage eigentlich schon Montage sind und Café Latte unangenehme Magenverklebung hervorruft


An dieser Stelle beantwortet die TV Moderatorin Sarah Kuttner jede Woche unsere Fragen und kommentiert aktuelle Ereignisse. Wenn du auch etwas von ihr wissen möchtest, schicke eine Mail mit deiner Frage an sarah@jetzt.de.

Der Wochenstart nach einem verlängerten Wochenende ist schlimm – hast du einen guten Tipp, wie man die Woche ohne schlechte Laune anfangen kann?
Nein. Da kann ich nicht weiterhelfen. Ich bin selbst viel zu sehr damit beschäftigt, meine Woche nicht mit schlechter Laune anzufangen. Immerhin bleiben einem diesmal die Demütigungen des Arbeitsmontags erspart. Allerdings wird die Freude hierüber empfindlich dadurch getrübt, dass einem der Pfingstmontag noch mal eine Zugabe der sonntäglichen graumeliert-trüben Traurigkeit beschert. Eigentlich sind Sonntage ja gar keine Entspannungstage, sondern allein dazu bestimmt, schon mal die Schrecken des Montags anzuteasen. Und zwei Sonntage in Folge, auch wenn einer davon Pfingstmontag ist, teasen demnach wahrscheinlich einen besonders grausamen Dienstag an . . .
Der dritte Teil von „Star Wars“ kommt diese Woche ins Kino. Was sollte man dazuwissen?
Dass der Beruf des Sternenkriegers hier natürlich vollkommen verklärt dargestellt wird. Typisch Hollywood halt. Der Beruf des Sternenkriegers bedeutet in der Realität in erster Linie viel Papierkram und Büroarbeit. In „Star Wars“ wird da sehr viel beschönigt. Bleistift oder Füller? Füller! Ich bin schon seit der Schule Füller- und Schönschrift-Fan. Das Fehlen von letzterem versuche ich übrigens durch das massive Anhäufen von ersterem zu kompensieren.
In Nordrhein-Westfalen wird am Sonntag gewählt. Wer gefällt dir besser? Peer Steinbrück oder Jürgen Rüttgers?
Letzte Woche war Tommy Ramone in meiner Sendung zu Gast, und dies hier ist tatsächlich die Frage, die ich vergessen habe, ihm zu stellen. Zwar liegt mir nichts an einer gemeinsamen nächtlichen Kutschfahrt mit Peer Steinbrück, aber bei Jürgen Rüttgers würde ich nicht mal einsteigen,wenn der mit einem Raumschiff aufkreuzen und mir die Begutachtung seiner Schönschrift anbieten würde.
Trinkst du Kaffee oder Tee zum Frühstück?
Das hängt vom Austragungsort meines Frühstücks ab. Zuhause trinke ich Tee, weil ich nicht weiß, wie man Kaffee macht. Auswärts trinke ich oft Kaffee. Ach, was soll’s: Ja, ich gieße mir auswärts, wie alle anderen auch, mit schöner Regelmäßigkeit diverse Café Lattes ins Gesicht. Allerdings tritt bei mir rasch eine unangenehme Magenverklebung auf, deren nähere medizinische Beschreibung jeder bitte im Ärzte-Lexikon unter „Magenverklebung, unangenehme“ nachschlagen möchte.
Sind Gitarristen in Rockbands wirklich immer die besten?
Zumindest sollten sie die besten Gitarristen in der Band sein. Wenn nicht, blockieren sie einen Arbeitsplatz und sollten lieber ihrer eigentlichen Bestimmung folgen und, sagen wir, Sternenkrieger oder Füllfederhalter werden. Nein, ich glaube nicht an die These, dass Gitarristen immer die besten sind. Dann hätten beispielsweise Keane ein großes Problem, die haben nämlich keinen Gitarristen.
Wenn Du Taxi fährst, sitzt Du dann vorne oder hinten?
Ich sitze hinten, damit ich nicht zugequatscht werde. Mittlerweile haben die Taxifahrer das aber durchschaut und lassen sich in Weiterbildungsseminaren das Nach-hinten-quatschen beibringen. Außerdem sprühe ich hinten immer alles mit Graffiti voll. Einmal Hiphop, immer Hiphop.
„Sarah Kuttner – Die Show“ läuft jeden Mittwoch und jeden Donnerstag um 21.15 Uhr auf Viva.


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Süddeutsche Zeitung/Jetzt.de; Ausgabe vom 17.05.2005




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Hier die 18te Ausgabe von Sarahs Kolumne aus der SZ!
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DIE SARAH-KUTTNER-KOLUMNE

Freizeit beim Zahnarzt
Fragen zu Faxen und Feiertagen


An dieser Stelle beantwortet die TV-Moderatorin Sarah Kuttner jede Woche unsere Fragen. Wenn du auch etwas von ihr wissen möchtest, schicke eine Mail an sarah@jetzt.de

Es ist Zeit, in die Feiertagsdebatte einzusteigen: Haben wir zuviel frei?
Ja, haben wir. Zumindest ich habe entschieden zuviel frei. Und das ist nicht gut für mich. Ich komme bei zuviel Freizeit auf dumme Gedanken und verabrede mich beispielsweise mit Leuten, die ich sehr lange nicht gesehen habe, nur um festzustellen, dass es gute Gründe gab, sie sehr lange nicht zu sehen. Außerdem fällt wegen der ganzen Feiertage ständig meine Sendung aus, so dass meine Feinde sich in dem beruhigenden Gedanken wiegen könnten, die doofe laute Tante sei endlich abgesetzt worden.
Gehst du regelmäßig zum Zahnarzt?
Ich könnte nicht ruhigen Gewissens in einer Plakatkampagne für regelmäßige Meet & Greets mit dem Zahnarzt werben. Mittlerweile bekomme ich es aber einigermaßen hin. Früher war ich durch apokalyptische Zahnarzterfahrungen traumatisiert, was zur Folge hatte, dass ich mal sechs Jahre lang nicht da war. Irgendwann hatte ich dann eine Zahnfleischentzündung, ich musste also hin. Bei der Gelegenheit zog man mir zwei Zähne und bohrte fünf auf. Zahnärzte sind halt wie Großeltern: Man besucht sie nur, wenn man was will und bekommt dann noch nicht mal, was man sich gewünschthat. Seitdem verlaufen meine Zahnarztbesuche im positiven Sinne langweilig: Ich bekomme ein „Alles in Ordnung!“ in den weit offen stehenden Mund gebrüllt, was mich dann wieder ungefähr ein Jahr lang leichtfüßig über die internationalen Süßwarenmessen-Parketts tanzen lässt.
Wofür braucht man eigentlich noch Faxgeräte?
Das kann ich Ihnen sagen. Auch ich bin Anhänger der These, dass Spaß und Herzensfreude auf ganz einfache Art und Weise entstehen. Ich habe es kürzlich wieder für mich entdeckt, nachts im Büro mit ausgewählten Mitgliedern meiner Redaktion ausgewählte Teile meines Körpers mittels des großen Redaktionskopiergeräts abzulichten. Nach getaner Arbeit schalte ich auf den Faxmodus um, und schicke die Kopien dann an ausgewählte Feinde. Die werden dann nachts von ihrem Fax geweckt und denken sich: „Mist, heute ist zwar Fronleichnam und die doofe Kuttner sendet nicht, dafür krieg’ ich jetzt wieder sieben Stunden lang fotokopierte Kniekehlen gefaxt.“
„Sarah Kuttner – die Show“ läuft außer an Feiertagen mittwochs und donnerstags um 21.15 Uhr auf Viva. Am 3. Juni tritt Sarah Kuttner auf dem jetzt.de-Sommerfest im Münchner Literaturhaus auf.


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Süddeutsche Zeitung/Jetzt.de; Ausgabe vom 23.05.2005





viva.tv wrote:
Die heutigen Gäste

Mittwoch, 25. Mai
Im Talk: Robert Stadlober - das Enfant Terrible unter Deutschlands Jungschauspielern im lip-to-lip-talk mit Sarah
On Stage: Rene Olstead - gepflegt angejazzter Conaisseur-Pop auf der Kuttner-Talent-Bühne

Donnerstag, 26. Mai
Feiertag in NRW - die Sendung fällt aus.

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Es ist wichtig, die Chance zu erkennen und zu ergreifen. Wenn man es nicht tut dann geht die Chance nicht verloren, nur vorbei. Wie ein Sessellift oder ein Bus [...] Aber man bekommt nie die gleiche Chance wieder.
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